© LPD Burgenland

Chronik Burgenland
07/07/2020

Burgenlands Tuning-Szene wächst: Polizei verstärkt Kontrollen

Zulauf zu „Road Runner“-Szene hält an. Die Polizei will diesen Trend frühzeitig stoppen.

von Michael Pekovics

Sein lauter Auspuff wurde einem 32-jährigen sogenannten „Road Runner“ zum Verhängnis. Oder genauer gesagt der Polizist der Zivilstreife, dem der Lärm auffiel.

Am Montag zog die Polizei im Bezirk Oberpullendorf einen getunten Pkw samt Lenker aus dem Verkehr, weil am Fahrzeug zahlreiche nicht genehmigte Umbauten festgestellt wurden.

Einsätze dieser Art sind gerade im Mittelburgenland für die Polizei nicht ungewöhnlich. „Bereits im Vorjahr haben wir unsere Kontrollen in dieser Region verstärkt, weil wir einen starken Zulauf zur Tuning-Szene bemerkt hatten“, sagt Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung.

Mit Erfolg, wie er sagt. Denn aufgrund der erteilten Strafen und weiteren polizeilichen Maßnahmen sei es gelungen, dass sich die Szene nicht weiter etablieren konnte.

Runder Tisch in Oberwart

Ähnliche Tendenzen wie im Vorjahr im Bezirk Oberpullendorf sind heuer allerdings landesweit feststellbar. In Oberwart gibt es demnächst sogar einen runden Tisch mit Stadtgemeinde, Polizei und Bezirkshauptmannschaft. Dort sollen Maßnahmen besprochen werden, um „der Szene das Handwerk zu legen“, sagt Bürgermeister Georg Rosner, in dessen Stadt es mit dem eo-Parkplatz, dem Messegelände, der Discostraße oder dem Rotunden-Areal einige „Hot Spots“ der Tuning-Szene gibt.

Das macht die Polizei

Sehr zum Unmut der Bevölkerung, aber auch der Polizei, die bereits angekündigt hat, „den Kontrolldruck zu erhöhen“, wie Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop sagt. Erst unlängst wurden zwei Rasern wegen eines illegalen Autorennens mit bis zu 180 km/h zwischen Oberwart und Riedlingsdorf die Führerscheine abgenommen.

Weitere Maßnahmen sollen folgen, kündigt Stipsits ein „einheitliches Vorgehen der Bezirkspolizeikommanden“ an. Welche er konkret meint, wird aus „einsatztaktischen Gründen“ nicht bekannt gegeben. Wohl aber das Ziel, nämlich „die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Weil wenn bei diesen gefahrenen Geschwindigkeiten Unfälle passieren, dann enden diese meist ganz, ganz schlimm“, weiß Stipsits.

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