Täter traten Tür zur Batthyány-Gruft ein

Güssing. Polizei vermutet "bsoffene Geschichte".

Seit Anfang des Vorjahres wird die Familiengruft der Familie Batthyány in Güssing (sie befindet sich unterhalb der Franziskanerkirche) restauriert. Erst im September des Vorjahres wurde die Eingangstür zu der Begräbnisstätte saniert. Jetzt haben Kriminelle den straßenseitig gelegenen Eingang zu der Familiengruft – die nach der Kaisergruft in Wien mit über hundert Särgen die zweitgrößte Familienbegräbnisstätte Österreichs ist – zerstört. Bemerkt wurde der Schaden Montagfrüh von einem Besucher des Gottesdienstes.

„Die Tür dürfte offenbar eingetreten worden sein“, heißt es dazu von der Polizei. In die Begräbnisstätte selbst seien der oder die Täter nicht eingedrungen, sagt Stadtpfarrer Pater Raphael Rindler. „Im Inneren der Gruft wurde jedenfalls nichts beschädigt“, erklärt der Geistliche.

Das Motiv für die Sachbeschädigung ist noch unklar. Bezirkspolizeikommandant Ewald Dragosits vermutet aber, dass es sich um eine „typische bsoffene-Wochenendgeschichte“ handeln dürfte. „An den Wochenenden kommt es ab und zu zu Vandalenakten. Da kommt es vor, dass im Stadtgebiet Straßenlaternen oder Parkbänke beschädigt werden“, sagt Dragosits.

Der entstandene Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf rund 1000 Euro belaufen. Die Polizei ermittelt nun.

( Kurier ) Erstellt am 07.01.2013