92 Zonen für Photovoltaik im Burgenland fixiert
Freiflächen-Photovoltaik soll landesweit forciert werden.
Das Land Burgenland hat per Verordnung 92 Eignungszonen für Photovoltaikanlagen (PV) auf Freiflächen festgelegt. Diese liegen in 64 Gemeinden und erstrecken sich von Kittsee im Norden bis Jennersdorf im Süden.
19 dieser Flächen werden entsprechend den Vorgaben der Europäischen Union als Beschleunigungsgebiete für erneuerbare Energien ausgewiesen. Eine vergleichbare Verordnung für Windkraftanlagen ist derzeit in Ausarbeitung, hieß es am Mittwoch aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ).
Damit werde der RED-III-Verordnung der EU Rechnung getragen. Zugleich soll ein Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele des Landes geleistet werden. Diese sehen eine bilanzielle Klimaneutralität bis 2030 sowie Klimaneutralität bis 2040 vor. Darüber hinaus soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland reduziert werden.
Frist bereits abgelaufen
Die Frist für die Ausweisung der Beschleunigungsgebiete nach EU-Recht ist bereits im Februar abgelaufen. Auch andere Bundesländer haben diese Vorgabe nicht rechtzeitig umgesetzt. Auf Bundesebene steht die nationale Umsetzung der RED-III-Verordnung weiterhin aus. Diese soll im Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) erfolgen.
Der Gesetzesentwurf befindet sich derzeit in finaler Abstimmung in der Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS. Wird das Gesetz nicht bald umgesetzt, droht Österreich ein EU-Vertragsverletzungsverfahren.
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