Burgenland: Kindesentführer vor Ungarn-Grenze gestoppt

Symbolbild. © Bild: DPA/Jens

Ein Rumäne wollte seine Söhne von Oberösterreich in seine Heimat bringen.

Die Autobahnpolizei hat am Mittwoch in der Früh im Nordburgenland kurz vor der Grenze zu Ungarn einen Kindesentführer gestoppt. Eine 30-jährige Rumänin aus dem oö. Bezirk Vöcklabruck hatte in der Nacht bei der Exekutive Alarm geschlagen. Ihr 33-jähriger Noch-Ehemann habe nach einem Streit die zwei Söhne, acht und 13 Jahre alt, aus der gemeinsamen Wohnung mitgenommen, so die Polizei OÖ.

Das Paar lebt in Scheidung, weshalb der Ehemann angeblich vor einigen Tagen vor seiner Frau und den Kindern mit Selbstmord drohte, sollten die Buben nicht mit ihm in seine Heimat zurückgehen. Da er keinen Führerschein besitzt, organisierte er nach Angaben vom Donnerstag einen Chauffeur, der ihn, die beiden Söhne und auch seinen Bruder nach Rumänien bringen sollte.

Fahndung in ganz Österreich

Nach der Meldung der Frau leitete die Polizei eine Fahndung in ganz Österreich ein. Etwa 20 Kilometer vor der ungarischen Grenze hielten dann Beamte der Autobahnpolizeiinspektion Potzneusiedl im Bezirk Neusiedl am See den gesuchten Pkw an. Die beiden Kinder waren wohlauf und befinden sich bereits wieder bei der Mutter. Gegen den Vater wurde ein Betretungsverbot für die Wohnung ausgesprochen. Er sowie der Autofahrer werden angezeigt.

( Agenturen ) Erstellt am 08.03.2018