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Hotels bauen aus: Millionenwette auf den Urlaub im Burgenland

Das Hotel Nationalpark investiert und bekommt einen Zuschuss in Millionenhöhe vom Land. Auch das Larimar in Stegersbach baut aus.
Moderner Pool mit Liegen, Sonnenschirmen und begrüntem Resortgebäude bei blauem Himmel.

Während viele Tourismusbetriebe mit steigenden Kosten kämpfen, setzen zwei burgenländische Hotels auf Expansion. Sowohl das Hotel Nationalpark in Illmitz als auch das Hotel Larimar in Stegersbach setzen große Hoffnungen auf einen wachsenden Tourismusmarkt im Burgenland – und investieren dementsprechend.

Im Seewinkel entsteht beim Hotel Nationalpark um rund 8,5 Millionen Euro ein neuer Gästetrakt. Die Wirtschaftsagentur Burgenland unterstützt das Projekt mit 1,7 Millionen Euro.

„Das Hotel Nationalpark ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein familiengeführter Betrieb durch strategische Investitionen in Qualität und Digitalisierung zukunftsfit wird. Mit unserer Förderung stärken wir nachhaltig den Tourismusstandort Burgenland“, begründen Klaus Stinakovits und Georg Schönbauer, die Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Burgenland, die Finanzspritze.

Kernstück der Hotelerweiterung ist ein dreistöckiger Neubau mit 22 Gästezimmern und 44 zusätzlichen Betten. Alle Zimmer erhalten Balkon oder Terrasse, werden klimatisiert und mittels Wärmepumpe beheizt.

„Für die nächste Generation“

Eine begrünte Brücke verbindet den neuen Trakt mit dem bestehenden Wellnessbereich. Geplant sind außerdem ein neuer beheizter Außenpool und eine neugestaltete Gartenlandschaft.

„Mit dieser Erweiterung schaffen wir die Basis für die nächste Generation unseres Familienbetriebs“, sagt Geschäftsführer Reinhard Sattler.

Modernes Hotelgebäude mit Vordach, geparkten Autos und zwei Personen im Eingangsbereich unter blauem Himmel.

Das Hotel Nationalpark will Naturnähe vermitteln. 

Mit der Erweiterung will das Hotel Nationalpark neben dem Seminargeschäft auch verstärkt Individualreisende ansprechen. Besonderes Augenmerk legt die Illmitzer Hotelier-Familie Sattler auf Nachhaltigkeit: Auf dem Dach des Neubaus wird eine Photovoltaikanlage errichtet, und Teile der Fassade erhalten eine Schilfverkleidung – eine „CO2-neutrale Form der Wärmedämmung, die auf nachwachsende Rohstoffe aus der Region setzt“, wie es heißt.

Nach Abschluss der Arbeiten verfügt das Hotel über 64 Zimmer und 128 Betten. Zusätzlich zu den 19 bestehenden sollen vier neue Arbeitsplätze entstehen. Parallel zum Umbau wird der Hotelbetrieb digitalisiert. Eine neue Software soll Verwaltung, Buchungssysteme und Kassenlösung bündeln, ein schlüsselloses Zutrittssystem den Betrieb vereinfachen.

Mehr Zimmer für Solo-Reisende in Stegersbach

Nicht nur im Norden, auch im Südburgenland werden Millionenbeträge in den Ausbau des Tourismusangebots investiert.  Im Thermenhotel Larimar in Stegersbach (Bezirk Güssing) werden derzeit um rund 2,5 Millionen Euro neue Premium-Einzelzimmer geschaffen.

Zwei Personen mit Bauhelmen halten vor einem Gebäude einen großen Bauplan.

Daniela und Johann Haberl erweitern das Hotel Larimar. 

Hintergrund der Investition ist ein geändertes Reiseverhalten, das die Hotelbetreiber  Daniela und Johann Haberl bei ihren Gästen beobachten: „Wir bemerken eine verstärkte Nachfrage von alleinreisenden Gästen, insbesondere von Frauen – auch dank des neuen ‚Ladies Spa‘“, erklären sie. Der 250 Quadratmeter große Saunabereich „Ladies Spa“ ist weiblichen Gästen vorbehalten.  

Die Zahl der Einzelzimmer im Larimar steigt nach Abschluss der Arbeiten von 14 auf 28. Zusätzlich wird die Photovoltaikanlage erweitert sowie digitale Angebote wie Gäste-App und KI-Anwendungen ausgebaut.  

„Die Zielgruppe der einkommensstarken Einzelreisenden eröffnet für uns einen neuen Markt mit großem Potenzial für weitere Nächtigungssteigerungen“, sagt die Familie Haberl. Noch bis 27. Juni ist das Hotel Larimar aufgrund der Bauarbeiten geschlossen. Ab dem 28. Juni können die ersten Gäste in den neuen Zimmern nächtigen.  

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