© GEORG GESELLMANN/georg gesellmann

Selbsthilfegruppe
07/12/2013

Burgenländer in Wien niedergeschlagen

Roland Puschitz leidet an den Folgen eines Überfalls und will eine Selbsthilfegruppe gründen.

von Georg Gesellmann

Der 36-jährige Roland Puschitz aus St. Margarethen ist ein weitgereister Mann. Er hat die ganze Welt bereits gesehen. Oft hat er auch heikle Situationen in manchen Krisengebieten erlebt, wie an der Grenze zu Uganda. Größere Schwierigkeiten hatte er bis jetzt nicht.

Bis zum 30. Juni im 6. Wiener Gemeindebezirk: Nach einer Party begegneten er und sein Freund Michael um 4 Uhr früh in der Gumpendorferstraße fünf Jugendlichen. Einer sprach sie an und wollte eine Zigarette. „Sorry“, sagte Puschitz und schon wars um ihn geschehen. „In der gleichen Sekunde“ verspürte der 36-jährige Parkdesigner (er arbeitet im Familypark in St. Margarethen) ein Schuhprofil in seinem Nacken, „wodurch ich ruckartig nach vorne zu Boden gestoßen wurde.“

Ab diesem Zeitpunkt, als er am Asphalt zum Liegen kam, ließen dieser Angreifer sowie drei weitere nicht mehr ab von ihm. Puschitz wurde quer über die Straße gezogen, die Jugendlichen wollten ihm noch seine Tasche entreißen. Dann verlor er das Bewusstsein.

Sein Freund Michael, der selbst unter Schock stand, konnte die gewalttätigen Jugendlichen vertreiben, und rief die Rettung. Puschitz litt bereits unter Atemstillstand. Das rasche Eintreffen der Rettung konnte Schlimmeres verhindern.

Vier Tage lang lag der Burgenländer im AKH Wien. An dieser Stelle möchte er sich bei den Ärzten und Krankenschwestern für die Betreuung bedanken. Heute, knapp zwei Wochen nach dem brutalen Überfall, geht es dem 36-Jährigen den „Umständen entsprechend, mit Schmerzmitteln halbwegs erträglich“. Er hat noch immer Schmerzen, sein linkes Auge ist nach wie vor geschwollen.

Psychische Schmerzen

Doch Roland Puschitz geht es nicht nur um die noch vorhandenen Blutergüsse, sondern auch um psychische Schmerzen. „Keiner kann sich vorstellen wie es einem danach geht.“ Die Albträume werden zwar von Nacht zu Nacht weniger, aber Angst habe er noch immer. Nun möchte der Burgenländer eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen. Eine Selbsthilfegruppe für Menschen, denen Ähnliches passiert ist.

INFO: roland.puschitz@gmx.at

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