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Chronik Burgenland
08/20/2020

Bessere Ausbildung soll Jugendlichen bei der Jobsuche helfen

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Burgenland stark angestiegen. Weiterbildungsprogramme als Gegenmittel.

von Stefan Jedlicka

Die Woche begann mit 9.635 Arbeitslosen im Burgenland. Das sind um 47 weniger als vor einer Woche. 1.449 weitere Vorgemerkte besuchen gerade ein Schulungsangebot des AMS, um 15 mehr als vor einer Woche. Und diese Schulungen sollen weiter verstärkt werden. Denn: besonders die Jugendarbeitslosigkeit ist in der Corona-Krise angestiegen – und mangelnde Ausbildung vieler Betroffener macht ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt schwierig.

"Neue Perspektiven"

„Es muss dringend gehandelt werden“, warnt Helene Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland. Im Alterssegment zwischen 20 und 30 Jahren sind aktuell 424 Arbeitslose vorgemerkt, die nicht mehr als den Pflichtschulabschluss vorweisen können. „Die von Bundesministerin Aschbacher für Oktober angekündigte Arbeitsstiftung soll durch Umschulung und Weiterbildung wieder neue Perspektiven eröffnen,“ hofft Sengstbratl. Das AMS arbeite laufend mit Stiftungen: „Sie bieten den Vorteil, dass die Jugendlichen für einen nachgefragten Beruf qualifiziert werden und dringend benötigte Facharbeiter gleich in Kooperation mit dem Betrieb ausgebildet werden.“

Die beiden größten Gruppen an Arbeitsuchenden zwischen 20 und 24 Jahren bilden Pflichtschulabsolventen sowie Jugendliche mit Lehrausbildung. Mit 45 Prozent gibt es im Vorjahresvergleich den höchsten Anstieg bei Personen mit mittlerer Ausbildung. Besonders viele vorgemerkte Jugendliche mit mittlerer und höherer Ausbildung kommen aus Büro- und Verwaltungsberufen.

Neue Lernmodelle

Auch beim Wifi Burgenland sei die Situation bekannt, sagt Institutsleiter Harald Schermann: „Wir haben bereits Gespräche mit den Vertretern von Land und AMS geführt und wollen gemeinsam Ausbildungsschwerpunkte und Lernmodelle für Lehrlinge und junge Erwachsene bis 24 Jahre schnüren. Es geht dabei auch um jene Menschen, die schon eine Ausbildung haben, damit aber im Burgenland keinen Job finden können. “ Schwerpunktbranchen sind Industrie- und Metalltechnik, Mechatronik, Bau, Digitalisierung sowie Gastronomie.stefan jedlicka

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