Die Restaurierung der Fassade des Rathauses startet demnächst

© KURIER/Susanne Eiweck

Eisenstadt
10/22/2014

Bauliche Verjüngungskur

Das Rathaus wird außen restauriert und innen erweitert

Touristen werden sich nicht freuen, denn noch diese Woche wird dem schmucken Eisenstädter Rathaus ein Gerüst verpasst. Aber Schäden an Putz und den jahrhundertealten Malereien machen eine Restaurierung unumgänglich, „um die Erhaltung zu sichern“, wie Bürgermeister Thomas Steiner betont. Ein kleiner Trost für alle, die das Rathaus als Fotomotiv schätzen: Die Restaurierung soll noch heuer abgeschlossen werden.
Die Malereien an der Fassade, u.a. sind die sieben Tugenden dargestellt, stammen aus der Renaissance. Wobei die Kernsubstanz des Rathauses aus dem Jahr 1560 stammt, das Rathaus selbst wurde nach 1648 im Stil der Spätrenaissance errichtet und im 18. Jahrhundert mit einer aufgesetzten barocken Attika versehen. Kosten wird die Restaurierung der Fassade rund 56.000 Euro.

Neue Büroräume


Auch im Inneren des Rathaus stehen in den nächsten Wochen bzw. Monaten Umbauarbeiten an. Nachdem das Bundessozialamt aus dem Nachbargebäude ausgezogen ist, hat man die Gelegenheit genutzt und mietet das erste Geschoß, rund 253 Quadratmeter, dazu. Dazu sind ein Mauerdurchbruch sowie einige Adaptierungsarbeiten in den dazugewonnenen Büroräumen notwendig. Übrigens: Teile dieses Nachbarhauses wurden schon einmal vom Magistrat genutzt.
Mit der jetzigen Zusammenlegung wolle man „sowohl in der täglichen Arbeit, als auch bei den Kosten Synergien erzielen“, erklärt Stadtchef Steiner. Denn das Tourismusbüro (bisher in der Glorietteallee) und die Diensträume der Parkraum-Überwachung (bisher im Vicedom eingemietet) können nun ins Rathaus übersiedeln.
Alles in allem werden bzw. wurden heuer rund 300.000 Euro für den Verwaltungssitz locker gemacht. Darin sind nicht nur die Kosten für Restaurierung und Erweiterung, sondern auch für eine Klima- und Photovoltaikanlage im Rathaus enthalten.

Über die Kosten für das Rathaus und das gesamte Nachtragsbudget wird am Mittwochabend bei der Gemeinderatssitzung abgestimmt. Außerdem soll der Verkauf des alten Bauhof-Areals beim Bahnhof beschlossen werden. Das 5.167 Quadratmeter große Grundstück geht um 150 € pro Quadratmeter an die PEV-Projektentwicklung und -vermarktung GmbH (Wem der Name nichts sagte, Geschäftsführer Günter Buchinger ist in Eisenstadt eine bekannte Größe). Vom Käufer werden auch die Abbruchkosten übernommen.
Darüber hinaus stehen auch einige personelle Änderungen auf der Tagesordnung: Erwin Tinhof wird nach 22 Jahren sein ÖVP-Mandat im Eisenstädter Gemeinderat zurücklegen. „Aus Zeitgründen“, wie der Winzer sagt. Er habe gern und in verschiedenen Funktionen im Gemeinderat mitgearbeitet, aber Familie und Beruf würden es derzeit nicht möglich machen, dass er das Amt so ausfüllen könne, wie er es möchte: „Entweder mache ich es ordentlich oder gar nicht.“
Seinen frei werdenden Platz übernimmt Christian Schmall, der auch ÖVP-Klubobmann wird. Der bisherige Klubchef Istvan Deli wird an Schmalls Stelle neuer Stadtbezirksvorsteher von Eisenstadt-Stadt.
Auch bei den Grünen gibt es eine Veränderung: Gemeinderätin Yasmin Dragschitz wurde auf eigenen Wunsch bis Ende März 2015 karenziert. Ihr Mandat übernimmt Anja Haider-Wallner.

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