Chronik | Burgenland
13.08.2018

Burgenland: Aufregung wegen 8,88 km langer Wanderroute

"Nur Zufall". Obmann der Wandergilde ist auch FPÖ-Gemeinderat in Lockenhaus.

Für Aufregung in den Sozialen Medien sorgte am Wochenende eine Einladung der Wandergilde Hirschenstein zum Wandertag in Glashütten, Bezirk Oberpullendorf. Am 15. August wird gewandert, die Streckenlänge beträgt 8,88 Kilometer. Der Obmann der Gilde, Harald Müller, ist auch FPÖ-Gemeinderat in Lockenhaus.

Vor allem die Zahl „88“ löst bei den Internetnutzern Unverständnis aus. Die „88“ steht in Neonazi-Kreisen für den achten Buchstaben „H“ und wird als getarnter Hitlergruß verwendet. Müller selbst war für den KURIER bis Sonntagabend nicht erreichbar. In Medienberichten weist er Vorwürfe von versteckten Codes oder Hintergedanken jedoch entschieden von sich: Es sei Zufall, dass die Strecke genau 8,88 Kilometer lang ist.

„Wenn er damit beabsichtigt hat, einen Code zu senden, war das sehr, sehr dumm. Aber ich hoffe es nicht so war.“

Bürgermeister Christian Vlasich

Bürgermeister Christian Vlasich (SPÖ) glaubt ebenfalls nicht an einen versteckte Botschaft: „Wenn er damit beabsichtigt hat, einen Code zu senden, war das sehr, sehr dumm. Aber ich hoffe es nicht so war.“

Bis jetzt sei der FPÖ-Gemeinderat aus Glashütten nicht mit braunem Gedankengut aufgefallen. „Es hat bis jetzt keinerlei Vorfälle in dieser Hinsicht gegeben“, sagt Vlasich. Trotzdem will der Ortschef in Zukunft besonders wachsam sein. „Sollte es wieder etwas in dieser Art geben, werde ich dem nachgehen und es, wenn notwendig, auch zur Anzeige bringen“, erklärt Vlasich.