Asbestfunde: Entwarnung fürs Trinkwasser im Südburgenland

Proben aus drei Hochbehältern zeigen laut Wasserverband keine Belastung. Rasterelektronenmikroskopie zeigt „absolut null“ Asbestfasern.
Ein Wassertropfen fällt aus einem silbernen Wasserhahn vor unscharfem blau-weißem Hintergrund.

Zusammenfassung

  • Trinkwasserproben im Südburgenland zeigten keine Spuren von Asbest oder künstlichen Mineralfasern.
  • Der Wasserverband Südliches Burgenland (WVSB) bestätigt die hohe Qualität des Wassers – auch PFAS und Pestizide waren nicht nachweisbar.
  • Die FPÖ Burgenland fordert nach den Asbestfunden weiterhin klare politische Vorgaben.

Im Südburgenland ist das Trinkwasser nach den von Greenpeace gemeldeten Asbestfunden untersucht worden. Laut Wasserverband Südliches Burgenland (WVSB) wurden keine Spuren von Asbest oder künstlichen Mineralfasern festgestellt. Geschäftsführer Christian Portschy sah durch die Ergebnisse die hohe Qualität des Trinkwassers bestätigt.

Die Proben wurden aus den Hochbehältern Rumpersdorf, Goberling und Parapatitschberg entnommen, die sich in der Nähe der seit Anfang Jänner gesperrten Steinbrüche befinden. Die rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen ergaben laut WVSB ein eindeutiges Resultat. Portschy erklärte: „In unserem Wasser sind keinerlei Spuren von Asbest oder künstlichen Mineralfasern nachweisbar – absolut null.“

FPÖ stellt einige Fragen

Grundsätzlich wäre es möglich, dass Asbestfasern in Wasserquellen gelangen, die zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation verweist dabei auf natürliche Erosion asbesthaltiger Gesteine und menschliche Nutzung.

Parallel zur Frage möglicher Belastungen forderte die FPÖ Burgenland politische Klarstellungen. Landtagsabgeordneter Markus Wiesler verwies auf Widersprüche zwischen Forderungen von Greenpeace, behördlichen Sperren von vier Steinbrüchen und Aussagen der Taskforce, wonach keine akute Gefahr bestehe. Offen sei auch, ob Gemeinden eingesetzten Streusplitt wieder einsammeln müssten und wie mit den gesperrten Steinbrüchen weiter verfahren werde.

Suche auch an weiteren sensiblen Standorten

Zusätzliche Prüfberichte bestätigen zudem, dass im Trinkwasser des WVSB auch PFAS und Pestizide nicht nachweisbar waren. Sämtliche gemessenen Werte lagen laut Verband deutlich unter der gesetzlichen Bestimmungsgrenze. Die Untersuchungen wurden unter anderem an sensiblen Standorten wie

  • einem Kindergarten,
  • einer Volksschule,
  • einem Bildungscampus,
  • dem Wasserwerk Oberwart sowie
  • mehreren Gemeindeeinrichtungen

durchgeführt.

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