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Arbeitsmarkt
08/03/2013

Arbeitslosigkeit im Land ist stark angestiegen

15,5 % mehr Arbeitslose als 2012. AMS rechnet mit Entspannung in zwei Jahren.

von Georg Gesellmann

Auch wenn man Vergleiche zu anderen Bundesländern zieht (320.337 Personen suchten in Österreich im Juli einen Job, um 12 % mehr als noch vor einem Jahr; 256.494 sind arbeitslos gemeldet, bedeutet plus 12,6 % und 63.843 in Schulung befindlich Personen sagen uns ein Mehr von 10 %.), die Arbeitsmarktsituation im Burgenland wird deshalb nicht besser. Ende Juli waren beim AMS Burgenland 7815 Arbeitslose vorgemerkt (3918 Frauen und 3897 Männer).

„Es schaut nicht gut aus“, sagt Burgenlands AMS-Chefin Helene Sengstbratl im KURIER-Gespräch. Trotz neuem Beschäftigten-Rekord (102.000 Jobs) kam es Ende Juli im Burgenland zu einem hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit mit 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe dafür lägen in der im Vergleich zu den Vorjahren schwächeren Konjunktur und einem nach wie vor hohen Arbeitskräfteangebot. „Vor allem Frauen, Ältere und ausländische Arbeitskräfte drängen weiter auf den burgenländischen Arbeitsmarkt“, sagt Sengstbratl.

Das Problem dürfte ganz woanders liegen: Unter den ausländischen Kräften sind das vor allem Personen aus der nächsten Umgebung des Burgenlandes, die tage- oder wochenweise pendeln können und in deren Herkunftsland die Wirtschaftslage schlechter ist als in Österreich (z.B. Ungarn). Deutlich bildet sich das auch im aktuellen Jobwachstum ab: Im Juni wurden im Vorjahresvergleich insgesamt rund 1000 zusätzlich Jobs geschaffen – profitieren können in erster Linie ausländische Arbeitskräfte (plus 1400), die Inländerbeschäftigung geht zurück.

Aktuell sind im Burgenland mit rund 13.600 um rund 1100 mehr Ungarn beschäftigt als zur gleichen Zeit des Vorjahres, so die Statistik.

Reintegration

Vor allem Arbeitskräfte in den Hilfs-, Bau- und Metall-Elektroberufen bzw. Ältere, Ausländer und Personen mit gesundheitliche Problem kommen dadurch mehr unter Druck, was deren Reintegration am Arbeitsmarkt zu einer besonderen Herausforderung macht. „Das AMS schöpft alle seine Möglichkeit der Unterstützung aus – vor allem spezielle Ausbildungsprogramme und Eingliederungsbeihilfen sollen wirksame Hilfestellung leisten“, sagt Helena Sengstbratl. Sie rechnet mit einer Entspannung in zwei Jahren.

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