© Thomas Orovits

Chronik Burgenland
07/16/2020

81-Jährige getötet: Sohn gesteht die Bluttat, U-Haft verhängt

Der 55-Jährige legte am Donnerstag ein Geständnis ab. Er soll die Pensionistin mit 15 Messerstichen getötet haben.

Mehrere schwere Gewalttaten binnen weniger Tage im Burgenland haben derzeit ein Großaufgebot an Beamten des Landeskriminalamtes auf den Plan gerufen.

In einer Ortschaft im Südburgenland wird wegen Mordes ermittelt, nachdem eine 81-jährige Pensionistin getötet wurde. Der mutmaßliche Täter – der 55-jährige Sohn des Opfers – wurde am Donnerstag einvernommen.

Tatzeitpunkt noch unklar

Die Tat dürfte sich laut Staatsanwaltschaft (StA) Eisenstadt zwischen Dienstagabend und Mittwochfrüh im Haus der Pensionistin ereignet haben.

15 Mal soll der Sohn mit einem Küchenmesser auf seine betagte Mutter eingestochen haben. Danach habe der Mann versucht, Suizid zu begehen, was ihm nicht gelungen ist. Erst am Mittwochnachmittag, als ein Familienmitglied nach der 81-Jährigen sehen wollte, entdeckte der Angehörige die blutüberströmte Leiche.

Geständnis

Der 55-Jährige wurde mit Verletzungen durch ein Messer ins Krankenhaus gebracht, wo er am Donnerstagvormittag  wieder entlassen werden konnte. „Bei der Einvernahme hat der Beschuldigte zugestanden, seine Mutter getötet zu haben“, sagt StA-Sprecher Roland Koch am Donnerstagabend im Gespräch mit dem KURIER.

Streitigkeiten in der Familie als mögliches Motiv

Als Motiv werden Streitigkeiten innerhalb der Familie vermutet. Der 55-jährige arbeitslose Mann soll sich gegenüber einem Bruder benachteiligt gefühlt haben. Bestätigt wurde das von der StA allerdings nicht. Das Motiv sei noch nicht eindeutig geklärt, sagt Koch.

Der Verdächtige kommt in die Justizanstalt Eisenstadt, die Staatsanwaltschaft hat am Freitagabend die Untersuchungshaft über den 56-Jährigen verhängt.

Verdacht des versuchten Mordes

Auf Hochtouren laufen auch Erhebungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes im Bezirk Oberwart. Wie berichtet war eine 29-Jährige vor knapp zwei Wochen mit schweren Stichverletzungen vor ihrem Haus gefunden worden. Ein Bekannter der Frau (32) steht unter Verdacht, über den Mann wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Ebenfalls in U-Haft befinden sich ein Mann und eine Frau aus Ungarn, die verdächtigt werden, vor etwa zwei Wochen einen 75-Jährigen im Bezirk Oberpullendorf überfallen und ausgeraubt zu haben. Der Mann war schwer verletzt in seinem Haus gefunden worden. Sein Zustand ist weiterhin kritisch.

Kind verletzt

Eine weitere Gewalttat soll sich indes am Donnerstagfrüh im Nordburgenland ereignet haben. Eine Mutter soll ihr minderjähriges Kind mit einem Messer verletzt haben.

Die körperlichen Verletzungen seien laut Ermittlern nicht schwer gewesen. Die Frau soll unter einer psychischen Erkrankung leiden. Details zu dem Vorfall gab die StA am Donnerstag noch nicht bekannt.

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