Gestohlen und gefunden: Peugeot mit 160 PS unter der Haube

© polizei

Eisenstadt
12/03/2013

16-Jähriger unternahm Spritztour mit gestohlenem Auto nach Köln

Zweiwöchige Schnupperlehre in einem Autohaus brachte nötiges Wissen für Einbruch.

von Georg Gesellmann

Im September absolvierte ein 16-jähriger Nordburgenländer im Autohaus Peugeot in Eisenstadt eine zweiwöchige Schnupperlehre. Aufgenommen wurde er nicht. Doch in diesen 14 Tagen lernte der junge Mann nicht nur den Beruf eines Mechanikers etwas näher kennen, sondern auch die Gegebenheiten des Autohauses.

Und das Wissen nützte er aus. Der 16-Jährige soll in der Nacht auf den 27. November gemeinsam mit seinem 19-jährigen Freund eingebrochen sein. Er schnappte sich den Zentralschlüssel. Somit war den beiden Tür und Tor geöffnet. In der Werkstatt stand ein Peugeot 508 mit 160 PS. Der Zündschlüssel steckte. Die Verlockung scheint zu groß gewesen zu sein. Der 16-Jährige setzte sich hinter das Lenkrad. Einer Spritztour mit seinem Freund stand nichts mehr im Wege. Diese war aber nicht nur eine Runde um den Häuserblock, sondern sie führte gleich Richtung Deutschland, genau genommen nach Köln. Dort ging dem Duo schlussendlich der Sprit aus. Da die jungen Männer anscheinend kein nötiges Kleingeld für Treibstoff hatten, sollen sie ohne zu bezahlen getankt haben. Dann machten sie sich auf die Heimreise. Sie endete vergangenen Freitag in Purbach.

Überholmanöver

Durch gefährliche Überholmanöver und überhöhte Geschwindigkeit fiel mehreren Verkehrsteilnehmern der Pkw auf. Sie verständigten die Polizei. Nach einer sofort eingeleiteten Fahndung gelang es Beamten der Polizeiinspektion Purbach, das Fahrzeug zu stoppen.

Die beiden Burschen sind geständig. Sie wurden angezeigt. Zwei Schüler, die sich bei der Anhaltung ebenfalls im Wagen befanden, hätten mit der Tat nichts zu tun, hieß es von der Polizei.

Glück

„Genau genommen hatten die Burschen ja noch Glück. Denn die beiden hatten ja nicht gewusst, ob das Auto funktionsfähig ist. Es hätten ja die Bremsen defekt sein können“, sagt der Betriebsleiter des Autohauses, Marko Mandlich, im KURIER-Gespräch. Für ihn ist die Aktion „völlig unverständlich“. Der 16-jährige Nordburgenländer sei beim Schnuppern eigentlich ganz nett gewesen und „überhaupt nicht verhaltensauffällig“.

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