Chronik
02.05.2017

Abflug nach Mallorca mit 40 Stunden Verspätung

Statt im All-Inclusive-Club waren die Schüler am Flughafen.

Den Start in die Sportwoche hatten sich die Schüler eines Wiener Gymnasiums anders vorstellt. Am Sonntag hätte die Gruppe von 16-Jährigen um 5.05 Uhr mit einer FlyNiki-Maschine in Richtung Mallorca abheben sollen und wenig später im All-Inklusive-Club einchecken. Der Flug wurde aber verschoben.

"Vorerst auf 12 Uhr, dann auf 18.30 Uhr, dann auf Montag um 18.55, später auf 20.40 und letztlich auf 21.30 Uhr", erzählt eine aufgebrachte Mutter dem KURIER. Damit standen 86 Jugendliche rund 40 Stunden in der Warteschleife und konnten sich die ersten zwei Tage der Sportwoche schon einmal abschminken.

Die Airline, Tochter der Air Berlin, gibt sich zugeknöpft. Die Verspätung sei auf "Netzwerk- und operative Gründe" zurückzuführen. Branchenkenner meinen, dass das übersetzt wohl so viel heißt, wie Crew-Mitglieder hätten sich krank gemeldet. Und am langen Wochenende sei wohl nicht früher Ersatz gefunden worden.

Mehr Anrufe wegen Verspätungen

Offenbar kein Einzelfall. Bei der Agentur für Passagierrechte rufen derzeit vermehrt Passagiere an, die sich über ihre Rechte bei Verspätungen und Annullierungen von Air-Berlin-Flügen informieren, sagt eine Sprecherin.