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Buzz
12/05/2011

"Sind Sie John Wayne, oder bin ich das?"

Für Memorabilien von John Wayne wurden bei einer Auktion unglaubliche Summen bezahlt. Ein schweißgetränkter Hut des Western-Stars brachte 100.000 Dollar.

Die erstmalige Versteigerung von Erinnerungsstücken aus dem Leben des US-Filmstars John Wayne (1907-1979) in Los Angeles hat die Erwartungen bei weitem übertroffen. Allein der schweißgetränkte Cowboyhut des Westerndarstellers brachte 100.000 Dollar (rund 74.000 Euro) ein. Für eine Kopfbedeckung dieser Art bedeutet das einen Weltrekord, Yul Brynners Stetson aus "The Magnificent Seven" wurde zuletzt für vergleichsweise bescheidene 7.000 Dollar verkauft.

Am Donnerstag zahlte ein Käufer beispielsweise 68.000 Dollar für den Coltgurt, den Wayne in "El Dorado" (1966) um die Hüften trug. Ein Cowboy-Hemd ging für 37.500 Dollar weg und die Augenklappe aus Waynes oscar-gekröntem Werk "True Grit" (1969) für 40.000 Dollar. In wenigen Minuten auf 150.000 Dollar gesteigert wurde das grüne Beret, das Wayne im kontroversen Vietnam-Film "The Green Berets" (1968) trug. 35.000 Dollar für sein Script des Westerns "The Searchers" (1956), den heute viele Kritiker als einen der besten amerikanischen Filme überhaupt betrachten. Korrespondenz mit US-Präsidenten brachte der , der der gesamte Erlös der Auktion zukommt, meist mehr als 10.000 Dollar pro Brief ein. Auch besonders private Stücke wie Waynes letzter Fahrausweis (70'000 Dollar) fanden locker Käufer.

"This is crazy"

John Waynes einzige Golden-Globe-Trophäe, die der Hollywood-Star mit dem Western "Der Marshal" ("True Grit") 1970 gewonnen hatte, ist teuer versteigert worden. Nach Auskunft des Auktionshauses Heritage Auctions in Beverly Hills kam die Auszeichnung am Freitag für über 143.000 Dollar (rund 107.000 Euro) unter den Hammer.

Die zweitägige Versteigerung von früheren Besitztümern des 1979 gestorbenen Filmstars brachte insgesamt mehr als fünf Millionen Dollar ein. Der gesamte Erlös geht an die John Wayne Krebsstiftung. Insgesamt sollten in Los Angeles an der zweitägigen Auktion bis Freitag 700 Gegenstände aus dem Besitz des Stars mit dem Spitznamen "The Duke" unter den Hammer kommen. 150 Bieter beteiligten sich schließlich per Telefon an der Auktion; 550 Personen schalteten sich von Computern rund um die Welt zu. Ethan Wayne, der jüngste Sohn des verstorbenen Stars, verfolgte vor Ort wie die Gebote, die die erwarteten Resultate weit überstiegen. "This is crazy", raunte er.

Seit 1979, als John Waynes Haus kurz nach dessen Tod versiegelt und seine Besitztümer notariell katalogisiert wurden, waren die Stücke weggesperrt. "Seit 32 Jahren erhalte ich fast täglich Anrufe von Fans, die ein Stück von John Wayne besitzen möchten", sagte Ethan Wayne. "Nun haben wir zum ersten Mal gesagt: OK." Ort der Versteigerung war ein Nobelhotel in Beverly Hills - unweit der 20th Century Fox-Studios, wo Wayne als junger und namenloser Requisiteur vor über 80 Jahren für den Film entdeckt wurde.

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