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Willi Gabalier am "Bares für Rares"-Set: "Es fühlt sich richtig an"

Ja, das passt“, meinte Volksrock’n’Roller Andreas Gabalier dazu, als er erfuhr, dass sein älterer Bruder Willi jetzt die Moderation für die beliebte ServusTV-Sendung „Bares für Rares Österreich“ übernehmen wird. Ja, das passt wirklich, merkt man gleich, wenn man den quirligen Steirer am Set besucht.

„Es ist ganz toll. Wenn man als Tänzer oder Sänger auf der Bühne steht, präsentiert man ja etwas, das man schon weiß. Man kann tanzen, man kennt das Lied, weil man es vielleicht sogar selber geschrieben hat. Aber als Moderator passieren Dinge, die man oft nicht vorhersehen kann. Das macht es für mich total spannend“, sagt er dem KURIER.

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Von Crew, Händlern und Experten wurde der sympathische Blondschopf gleich gut aufgenommen. Von seiner ungarischen Stylistin hat er auch schon ein wichtiges Wort gelernt: „Cipőfűző“ (ausgesprochen: Zipöfüßö), heißt Schnürsenkel. Und die alten Dinge, die man hier zu sehen bekommt, faszinieren den studierten Kunsthistoriker ja sowieso. „Ich habe total viele alte Stücke daheim. Ich lebe für das. Ich interessiere mich schon seit Jahren dafür“, erzählt er.

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„Sonst war ich es gewohnt selber mit der darstellenden Kunst im Mittelpunkt zu stehen und jetzt geht es um die Kunstwerke und das, was irgendwer einmal gemacht hat. Es ist total spannend, darüber zu plaudern.“

Und reden kann er, bescheinigte ihm nicht nur Mama Huberta. „Ich muss sehr dankbar sein, dass ich das überhaupt machen darf und dass mir das Vertrauen von allen Seiten entgegengebracht wird. Dass die Leute glauben, dass ich es kann. Ich mache es total gerne. Es fühlt sich für mich wirklich richtig an. Ich habe eine irrsinnige Freude dabei, also kann es nicht so verkehrt sein. Aber entscheiden muss es dann sowieso der Zuschauer“, meint Gabalier.

Kürzlich passierte bei der deutschen Version einem Händler ein Missgeschick, er zerstörte eine der Raritäten. Für Gabalier wäre das der absolute Albtraum. „Man hat wirklich oft voll Angst, wenn so wertvolle Sachen kommen. Oft weiß man ja nicht einmal, ob die Sachen wirklich etwas wert sind. Dann kommt der Experte und sagt, das ist eine volle Rarität und ist 5.000 Euro wert. Dann legt man das aber schnell wieder hin und denkt sich: Nur nix angreifen“, lacht er.

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Und es kann auch schon mal richtig emotional werden, wie zum Beispiel die Geschichte von Schauspielerin Inge Maux (derzeit auf Netflix in „Wolkenbruch“ zu sehen) beweist. Sie kam, um alte Kirchenstühle an die Händler zu bringen. Das Chorgestühl stammt aus der Sammlung ihres Schwiegervaters. Ihr Mann, Schauspieler Manfred Schmid, der mittlerweile leider 24-Stunde-Pflege braucht, war früher nämlich einmal Mönch in einem Kloster. Mit dem Verkauf dieser wertvollen Erinnerungsstücke möchte sie ihm etwas Gutes tun, einen wunderschönen Luxus-Wellness-Urlaub ermöglichen. „Das möchte ich ihm und uns noch einmal gönnen“, erzählt sie.

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„Frau Maux ist ja selber auch ein richtiges Kunstwerk und hat eine Lebensgeschichte, die mich total berührt hat. Ich bin ja selber so ein emotionaler Typ. Da muss man sich als Moderator auch ein bisserl zusammenreißen und schauen, dass man die Fassung bewahrt, damit man nicht ganz glasige Augen bekommt. Das sind so die Herausforderungen“, sagt Willi Gabalier.

Wer ebenfalls in der Sendung mitmachen möchte: Bewerbung an bares-fuer-rares@servustv.com