Sport/Wintersport

Eiskunstlauf-Star Walijewa zeigte Nerven und ging leer aus

Am Ende der Kür flossen bei der 15-jährigen Russin Kamila Walijewa die Tränen. Nach dem Kurzprogramm war sie noch auf Gold-Kurs, doch sie verpatzte ihre Kür mit zwei Stürzen, bei zwei weiteren Sprüngen kam sie zusätzlich ins Straucheln. Am Ende reichte es nicht einmal mehr für eine Medaille. Sie wurde Vierte.

Gold holte sich die Russin Scherbakowa vor Landsfrau Trusowa, Bronze sicherte sich die Japanerin Sakamoto.

Viel Kritik erhielt Walijewa von ihrer Trainerin Eteri Tutberidse kritisiert worden. Auf den TV-Übertragungen ist zu hören, wie Tutberidse zu Walijewa unmittelbar nach der verpatzten Kür sagt: „Warum hast du alles so aus den Händen gegeben? Warum hast du aufgehört zu kämpfen? Erklär mir das! Nach dem Axel hast du es aus den Händen gegeben.“

Um das Antreten der 15-Jährigen hatte es nach dem Bekanntwerden einer positiven Dopingprobe heftige Auseinandersetzungen gegeben.Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte erst am Montag Walijewa Starterlaubnis gegeben. Das Hick-Hack hat bei de jungen Russin jedenfalls Spuren hinterlassen, sie zeigte Nerven und hielt dem Druck letztlich nicht stand.

„Man hätte sie schützen müssen. Sie war ein Schatten ihrer selbst“, analysierte die ehemalige Eiskunstläuferin-Olympiasiegerin und heutige ARD-Expertin Katharina Witt.

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Die für Österreich startende geborene Ukrainerin Olga Mikutina zeigte sich nach ihrer Kür und Platz 14 dennoch selbstkritisch: „Es gibt noch Elemente, an denen wir arbeiten können. Es gab Fehler bei Sprüngen - bei der ersten Combo hat man das gesehen, auch der letzte Sprung ist nicht so gelungen.“

Die 18-Jährige sagte, sie würde „ganz, ganz gerne“ auch bei den nächsten Olympischen Spielen an den Start gehen.

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