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2013

Alaba im Fußball-Olymp

12/14/2013, 12:44 PM

Mai: David Alaba gewinnt mit Bayern München die Champions League wochenlange Proteste in der Türkei große Debatte um Angelina Jolies Brustamputation Berlakovic als "Bienentöter" folgenschwerer Felssturz auf die Felbertauernstraße Emmelie de Forest gewinnt den Eurovision Songcontest Rücktritt von RBI-Boss Herbert Stepic.

Wolfgang Feiersinger ist 1997 nah dran gewesen. Im Halbfinale der Champions League hat der Innenverteidiger noch mitwirken dürfen, vor dem Endspiel gegen Juventus Turin ist der Salzburger taktischen Überlegungen des damaligen Borussia-Dortmund-Trainers Ottmar Hitzfeld zum Opfer gefallen. Der Erfolgscoach hat Feiersinger aus dem Kader geholt, der 32-jährige Österreicher hat sich den 3:1-Finalerfolg der Dortmunder in München von der Tribüne aus angeschaut.

16 Jahre später ist es dann doch soweit. Ein 20-jähriger Wiener schafft das, was Feiersinger verwehrt geblieben ist. David Alaba darf beim Champions-League-Endspiel im ehrwürdigen Wembley-Stadion aufs Feld laufen, 90 äußerst abgeklärte Minuten herunter spulen und anschließend als Belohnung die begehrteste Trophäe im Klub-Fußball in den Händen halten. Geschlagen wird Feiersingers Ex-Klub Borussia Dortmund. „Ich habe weit zurückgedacht und mich auch daran erinnert, als ich bei einem Austria-Spiel Balljunge war“, schildert Alaba nachher, wie er die Momente des Schlusspfiffs und der Pokalübergabe erlebt hat.

Gewandet in ein T-Shirt mit der Aufschrift "Meine Kraft liegt in Jesus" feiert der Sohn einer Philippinin und eines Nigerianers, der immer mehr zum Liebling der Nation avanciert und sich in die europäische Fußball-Elite spielt, den Gewinn des begehrten "Henkelpott" auf dem heiligen Rasen. Welche Ziele bleiben aber eigentlich einem, der im zarten Alter von 20 Jahren den Traum aller Fußballer schon erlebt hat? Alaba: „Die gleichen noch einmal. Die will ich wieder erleben.“

Proteste am Taksim-Platz

Der zentrale Taksim-Platz in Istanbul wird im Mai zum Symbol des Widerstands gegen den autoritären Führungsstil von Premier Erdogan.

Ohne Zustimmung der Anrainer soll im angrenzenden Gezi-Park ein monumentales Kaufhaus entstehen, wochenlange Proteste und brutales Vorgehen der Polizei sind die Folge.

Debatte um Brustkrebs-Prophylaxe

Aus Angst vor Brustkrebs lässt sich Angelina Jolie im Mai vorsorglich beide Brüste abnehmen und sorgt damit für großes Aufsehen. In ihrem offenen Brief „My Medical Choice“ an die New York Times schreibt sie: "Ich kann meinen Kindern jetzt sagen, dass sie keine Angst haben müssen, mich an den Brustkrebs zu verlieren.“

Wie ihre Mutter, die an Brustkrebs gestorben ist, trägt Jolie das Gen BRCA1 in sich, das das Risiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken stark erhöht. Die Ärzte haben für die Schauspielerin ein Brustkrebsrisiko von 87 Prozent sowie ein 50%iges Risiko für Eierstockkrebs errechnet. Die 38-Jährige entscheidet sich daher für eine Masektomie, der Amputation ihrer Brüste. "Sobald ich wusste, dass dies meine Realität war, beschloss ich, proaktiv zu sein und das Risiko so gut es ging, zu minimieren“, so Jolie. Die Prozedur von der Entfernung bis zum Wiederaufbau der Brust mit Implantaten dauert von Februar bis Ende April. Obwohl sie die Operation privat halten könnte, wendet sie sich an die Öffentlichkeit, damit andere Frauen von ihrer Erfahrung profitieren können. Tatsächlich beobachten Ärzte einen „Jolie-Effekt“: Die Anfragen zu Brustkrebs, etwa im AKH Wien, verfünffachten sich, nachdem Jolie’s radikaler Schritt bekannt geworden ist.

Die Totalentfernung der Brüste ist aber nur eine von mehreren Optionen und nur dann, wenn Mutationen der Brustkrebsgene BRCA1 oder BRCA2 festgestellt werden. Diese Frauen gelten als Hochrisiko-Patientinnen. Eine Alternative zur Masektomie ist eine sehr engmaschige Betreuung und regelmäßige Untersuchungen. Schon drei Wochen nach ihrem offenen Brief an die New York Times zeigte sich Angelina Jolie mit Brad Pitt bei einer Filmpremiere. "Ich fühle mich nicht weniger als Frau. Ich fühle mich ermächtigt, dass ich eine gute Wahl getroffen habe, die in keiner Weise meine Weiblichkeit mindert", so Jolie.

Minister Berlakovic und die Bienen

Die Neonikotinoide machen Bienenwelt unsicher, Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich gerät als " Bienentöter" in Verruf. Am 14. Mai findet einen Sondersitzung statt, ein eigens einberufener „Bienengipfel“ lässt Berlakovich eine 180-Grad-Wende vollziehen und nun doch für eine frühere Umsetzung des EU-Verbots votieren.

Felbertauern-Felssturz

Am 14. Mai wird die Lebensader Osttirols mit einem Schlag gekappt. Ein gewaltiger Felssturz zerstört die Felbertauernstraße bei Matrei, 35.000 Kubikmeter Geröll und Fels – ein Volumen, das 14 olympische Schwimmbecken füllen könnte - begraben die wichtige Nord-Süd-Verbindung auf einer Länge von knapp 100 Metern unter sich. Eine zweieinhalbmonatige Totalsperre ist die Folge. Erst Ende Juli kann die Osttiroler Bevölkerung wieder aufatmen: Die Ersatzstraße, welche die zerstörte Lawinengalerie umschifft, wird für den Verkehr freigegeben. Damit haben auch die täglichen Wanderungen der Pendler ein Ende. Sie mussten über Wochen einen 20-minütigen Fußmarsch zwischen Tauernhaus und Südportal des Felbertauerntunnels in Kauf nehmen. Die neue Trasse der Felbertauernstraße soll im Sommer 2015 fertiggestellt sein.

Eurovision Songcontest

Die europäische Sangeskrone bleibt in Skandinavien. Die 20-jährige dänische Sängerin Emmelie de Forest gewinnt im schwedischen Malmö mit ihrem Song "Only teardrops" und ihrem barfüßigen Auftritt den Eurovisions Song Contest. Auf Platz 2 landet Aserbaidschan, auf Platz 3 die Ukraine. Österreichs Kandidatin Natalia Kelly verpasst bereits im Semifinale mit ihrem Song "Shine" den Einzug ins Finale.

Rücktritt des Raiffeisen Bank International-Chefs

Herbert Stepic, seit 40 Jahren im Raiffeisen-Sektor tätig und zuletzt Chef der börsenotierten Raiffeisen Bank International, erklärt im Mai überraschend seinen Rücktritt. Auslöser ist das Bekanntwerden von umstrittenen Wohnungskäufen in Singapur. Nachfolger ist Karl Sevelda.

Im Zweifel sind wir für die Bienen.

  • Michael Spindelegger summt seinen Landwirtschaftsminister zurück

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