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Frischer Wind wird in der bevorstehenden Saison am Hochkar wehen: Die Bergbahnen werden von der Tiroler Schröcksnadel-Gruppe gemanagt
Frischer Wind wird in der bevorstehenden Saison am Hochkar wehen: Die Bergbahnen werden von der Tiroler Schröcksnadel-Gruppe gemanagt - Foto: Wolfgang Atzenhofer

Letztes Update am 07.09.2012, 06:33

Hochkar gerettet, Semmering steht an. Die neuen Besitzer der Hochkarlifte wollen in den nächsten drei Jahren fünf Millionen am Standort investieren.

Mit der Absicht,  das touristische Potenzial in Niederösterreichs Bergwelt besser auszuschöpfen wird  das Land neben den insolventen Hochkar-Liften  auch die  Ötscher-Lifte in die eigene Bergbahnen-Gesellschaft einbinden. Mit  der Liftgesellschaft am Semmering wurden ebenfalls bereits Verhandlungen gestartet, berichtete Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav. Die Lifte in Annaberg, Mönichkirchen und St. Corona sind schon Teil der NÖ Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft (BBG).

Durch den gemeinsamen Einstieg mit der international erfahrenen Schröcksnadel-Gruppe  bei den insolventen Hochkarliften   sei  eine wichtige regionale  und  landesweite  Zukunftslösung geschafft worden,  versicherte Bohuslav.  Wie berichtet, wurde die Masse der Hochkar Sport GmbH um 3,2 Milllionen Euro gekauft. Das Hochkar ist jenes Ski-Gebiet in NÖ, das die höchsten Nächtigungszahlen ausweist. 50 Arbeitsplätze bei den Bergbahnen und weitere 325 direkt vom Liftbetrieb abhängige Jobs im Tourismusort Göstling wurden laut Bohuslav gerettet.  Auch aus sportlicher Sicht sei das vielfältige Ski-Dorado unverzichtbar, betonte die  Sportlandesrätin.

 

Investitionen

In der neuen Hochkar-Bergbahnen GmbH halten  Schröcksnadel 51 Prozent  und die NÖ-BBG 49 Prozent. Gemeinsam will man in den nächsten drei Jahren fünf Millionen Euro in den Standort investieren. Wo genau das Geld am notwendigsten ist, müsse erst eruiert werden, meinten Bokuslav und Markus Schröcksnadel.  Er wird zwei Geschäftsführer  am Hochkar installieren und  will das „erstaunlich attraktive Ski-Gebiet" besser als bisher vermarkten.  „Outdoor- und Bergerlebnis ist bei jungen Leuten im Trend. Wir liegen voll im Mainstream", begründet er den Einstieg am Hochkar. Die Nähe zu Ballungszentren sei ein weiterer Vorteil.

Um bessere Ganzjahresangebote für Touristen bieten zu können,  setzen die Partner auf Synergieeffekte zwischen Ötscher und Hochkar. Spürbar wird das schon in der bevorstehenden Saison. „Mehrtageskarten und Saisonkarten werden am Hochkar und am Ötscher gültig sein", sagte BBG-Geschäftsfüher Markus Redl. Mit  Unternehmern am Hochkar wird jetzt geprüft, ob die zehn Kilometer lange Hochalpenstraße weiter als Mautstrecke geführt wird. Die in der  Konkursmasse mitgekauften Gastro-Betriebe und Sport-Geschäfte  sollen vermietet oder verkauft werden.

Big Player: Hochkar in guter Gesellschaft

Schröcksnadel-Gruppe Das mehrheitlich von der Gruppe des  ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel geführte Hochkar befindet sich in bester Gesellschaft .   Zur Vereinigten Bergbahnen GmbH  gehören  unter anderem die Ski-Dorados Hinterstoder, Patscherkofel, Lackenhof,  Großglockner und Hochficht.

Firmen International erfolgreich ist die Gruppe  mit den Firmen Feratel und Sitour   auch am Medien- und Marketingmarkt.  Feratel  bietet in Europa und Übersee   Systeme für Panorama-Wetterkameras und Informationssysteme an. Sitour beschäftigt sich mit Pistenmarkierungen und Werbeflächen.

(kurier) Erstellt am 06.09.2012, 19:59

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