Klebeband statt Nylonstrumpf

Es muss nicht immer ein Nylonstrumpf sein, weiß der amerikanische Werbefotograf Wes Naman. Ein Klebeband reicht, um das Gesicht unkenntlich zu machen. Geeignet für Banküberfälle und als Partygag.

"Die Serie ist eher zufällig entstanden", gestand Wes Naman dem britischen "Telegraph". "Mein Beleuchter und ich blödelten einfach nur ein bisschen rum. Als wir merkten, wie lustig das aussah, luden wir einige Freunde ein." "Mit viel Wodka und Klebeband machten wir uns dann einen netten Abend." Erstaunlich, was aus einem übermütigen Abend in einem Fotoatelier entstehen kann. Mittlerweile wurden Naman's Bilder nämlich auf zahlreichen großen Nachrichtenportalen wie "Huffington Post", "The Telegraph" und "The Daily Mail" gezeigt. Außerdem waren sie auf unzähligen Blogs zu sehen. "Nachdem ich die ersten Bilder veröffentlicht hatte, meldeten sich immer mehr Freunde", so Naman in seinem Statement gegenüber "The Telegraph" weiter. "Es tut zwar ein bisschen weh, aber der Wodka hilft über die gröbsten Schmerzen." Na dann. Viel Spaß bei diesen Bildern. Zur Person: Wes Naman lebt und arbeitet als Werbefotograf in Albuquerque, New Mexico.

Vergessen Sie Photoshop. In seiner "Scotch Tape"-Serie wickelte Wes Naman Bekannte und Freiwillige einfach in - die Englisch-Maturanten unter uns wissen es bereits - Klebeband ein. Schweinchennase, hängendes Lid, abstehende Ohren - mit ein bisschen Tixo alles kein Problem.
Der Werbefotograf aus New Mexico ist natürlich längst nicht der Erste, der auf die Idee kam das Gesicht mit meterweise Klebestreifen zu entstellen. Bereits 1997 arbeitete der schottische Künstler Douglas Gordon in seinem "Monster"-Projekt Link mit dem Tixo-Prinzip.
Originalität war dann auch gar nicht das Ziel des jungen Fotografen. Der Spaß steht eindeutig im Vorderdgrund.

(KURIER / kob) Erstellt am
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