Wien will's wissen: Forschung verständlich erklärt
Das Cover: eine pointierte Karikatur von Michael Pammesberger. Der Inhalt: Forschung aus Wien, die dazu beitragen kann, die relevanten, gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit zu lösen. So präsentierte sich die KURIER Beilage „Wien will’s wissen“ in den ersten drei Jahren. Und eines gleich vorweg: Am Inhalt wird sich auch heuer nichts ändern. Aber mit dem Cover schlägt das Medienhaus eine frische Richtung ein. Denn dieses wird im vierten Jahr der erfolgreichen Wissenschaftsinitiative grafischer – aber genauso unverwechselbar. Gestaltet wird es von der Illustratorin Lilly Panholzer.
Lilly Panholzer ist Designerin, Illustratorin und Art Directorin mit Sitz in Wien. Mit über 20 Jahren Erfahrung spezialisiert sie sich auf Illustration, Book Design und Ausstellungsgrafik – für nationale und internationale Kulturinstitutionen, Verlage und Unternehmen. Heuer gestaltet Panholzer auch die Cover für die KURIER-Beilage „Wien will’s wissen“.
Die Idee
Ihre Aufgabe ist es, die vorgestellten Forschungsbeiträgen in einer Illustration zusammenzufassen. „Auf Seite 2 geht es um Large Language Models, die Sprache in gigantischem Maßstab produzieren, Texte mechanisch verarbeiten und ausgeben. Die Frage ist: Was geht verloren, wenn Maschinen unsere Texte produzieren?“, sagt Lilly Panholzer. „Die Spannung im Bild entsteht durch den Kontrast zwischen lebendiger, organischer Sprache und einem kalten mechanischen System. Die umherschwebenden Buchstaben stehen für die Vielfalt menschlicher Sprache, während die Schreibmaschine den analogen Text mit der Maschine verbindet, die ihn absorbiert und ersetzt hat.“ - lillypanholzer
Spannende Lektüre
Vier Mal im Jahr widmet das KURIER Medienhaus 16 Seiten der Wissenschaft als eigene Beilage, die am Samstag dem KURIER beigelegt wird. Und dennoch wird der Platz für die Redaktion jedes Mal zu knapp, denn an der Universität Wien, der Medizinischen Universität Wien, der BOKU University, der TU und WU Wien, der Central European University sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gibt es herausragende Forscher*innen, die ebensolche Arbeit leisten. Die Hochschulen schlagen wissenschaftliche Projekte vor, die ihrer Meinung nach den Leser*innen vorgestellt werden sollten, die KURIER Redaktion stellt aus ihnen die Beilage zusammen.
Behandelt werden in erster Linie die Themenbereiche, die momentan vielen unter den Fingernägeln brennen: Klimawandel und Umweltschutz, Digitalisierung und KI, personalisierte Medizin sowie Life Sciences, Ökonomie, aber auch politische Themen, etwa Fragen zur Entwicklung der Demokratie, oder neue Technologieentwicklungen – Stichwort Quantencomputer – werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Diese Bandbreite macht „Wien will’s wissen“ zu dem, was es ist: eine vielseitige und spannende Lektüre. Jeder findet die Themen, die ihn interessieren.
Auch Humor ist erlaubt
In vielen Belangen hat Wien als Forschungsstadt die Nase weit vorn. So wurde etwa hier der erste Quantencomputer entwickelt, der so robust ist, dass er mit einem Satelliten ins Weltall geschossen werden konnte – und dort auch wirklich funktioniert. Auch an der brennenden
Frage, wie Städte in Zeiten der Klimaerwärmung gestaltet werden sollten, wird hier geforscht und in „Wien will’s wissen“ wird darüber berichtet. Quasi ein Alleinstellungsmerkmal verleiht Wien die Bewegung des Digitalen Humanismus: Da gehen Forscher*innen der Frage nach, wie moderne Technologien wie KI aussehen müssen, damit sie den Menschen zugute kommen und sie an den rasanten Entwicklungen teilhaben lassen. All das fand in der 16-seitigen Beilage in den vergangenen drei Jahren Einzug.
Wissenschaft kann aber auch ganz anders sein. Wer weiß schon viel über das geheime Sexleben der Vögel? Die Leser*innen von „Wien will’s wissen“ einiges, denn auch solche Themen, die auf den ersten Blick nur lustig sind, kamen vor. Neugierig geworden? Der unten stehende QR Code bringt Sie zu den gesammelten Ausgaben von „Wien will’s wissen“ – so können Sie nachlesen, was Sie verpasst haben.
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