Totholz im Wald gewinnt als Kohlenstoffspeicher an Bedeutung

Totholz im Wald speichert CO₂. Ein FWF-Projekt an der BOKU zeigt, wie Klima und Forstmaßnahmen seinen Zerfall beeinflussen.
Geschlagenes Holz, geschlichtet.

Was lange als unerwünscht galt, rückt zunehmend in den Fokus der Wissenschaft: Totholz in unseren Wäldern. Am Institut für Waldbau der BOKU University untersucht Assoz. Prof. Mathias Neumann die Dynamik von Totholz und seine Rolle als bislang unterschätzter und auch übersehener Kohlenstoffspeicher.

Im vom Österreichischen Forschungs- und Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierten Projekt DD FOR wird erforscht, wie Totholz entsteht, zerfällt und schließlich in den Boden übergeht – und wie stark dieser Prozess vom Klimawandel beeinflusst wird.

Erste Ergebnisse

Im Zentrum des Projekts DD FOR stehen Feldexperimente, da nicht alle Effekte, die für die Totholzzersetzung wichtig sind, in Labor-Versuchen korrekt nachgebildet werden können. Diese Feldexperimente sollen zeigen, wie Temperatur, Feuchtigkeit, Pilze, Insekten und forstliche Maßnahmen den Zerfall von Totholz beeinflussen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass steigende Temperaturen – besonders in höheren Lagen – den Abbau von liegendem Totholz beschleunigen können. Erhöht gelagertes Totholz zersetzt sich anders als am Boden aufliegendes Material, während Laubholz tendenziell schneller zersetzt wird als Nadelholz.

Eine Frau mit Brille arbeitet an einem Computer mit Diagrammen.

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