So entspannt können Hunde sein (Symbolbild).

© Getty Images/Ryan McVay/Thinkstock

Wissen

Tiercoach testet Soundmodul: Hilft das Gerät gegen Stress?

Entspannungsgerät im KURIER-Test: Bei leichter Nervosität wirken Tonfolgen beruhigend, bei Provokation nicht verlässlich.

von Hedwig Derka

05/06/2019, 05:00 AM

Vor einem halben Jahr heimste Frank Bendix in der Vox-Serie „Die Höhle der Löwen“ einen 100.000-Euro-Deal ein. Überzeugend präsentierte der deutsche Hypnosecoach „RelaxoPet“, ein hochfrequentes Klangwellengerät, das nervöse Tiere beruhigen soll: Verschiedene Tonfolgen und Schwingungen – so das Konzept – stimulieren das Gehirn von Hund, Katze, Vogel oder Pferd und überschreiben die gespeicherten Stressreaktionen. Vor dem erfolgreichen TV-Auftritt wurde Jahre lang entwickelt. Danach gab es Lieferengpässe.

„Töne haben auch bei Tieren eine Wirkung. Mozart und Bach regen z.B. Milchkühe an. Musik zum Entspannen ist bei Tieren auch nicht ganz neu“, sagte Zoodoc Katharina Reitl damals in einer ersten Reaktion. Schließlich bekam der KURIER-Tiercoach ein Soundmodul – „formschön, stabil, gute Akkuleistung, akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis“ – zur Verfügung gestellt. Nach einer Testphase von zwei Monaten liegen jetzt die subjektiven Einzelergebnisse vor.

Fall 1

Der junge Hund ist nicht gerne allein. Bei Abweichungen von der Alltagsroutine wird er schnell unruhig. Es fällt ihm schwer, den aufgestauten Stress wieder abzubauen. – „Bei ihm hat das Gerät doch Einiges gebracht. Nach einer Gewöhnungsphase konnte der Vierbeiner mit der Beschallung schneller zur Ruhe kommen bzw. einschlafen“, resümiert die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn.

Fall 2

Die Hündin hat eine sehr enge Bindung zu ihrer Hundeführerin und ist ungern von ihr getrennt. Besonders nervös wird sie im Auto am Übungsplatz, wenn sie trainingsbedingt bis zu zwei Stunden auf ihren Einsatz warten muss. – „Das Gerät war im Kofferraum. Bei kürzeren Wartezeiten brachte es Erfolg, bei längeren zeigte sich keine konstante Wirkung“, schildert Reitl und führt die unbeständigen Ergebnisse auf Umwelteinflüsse, Tagesverfassung und eventuell auf Hormonschwankungen der unkastrierten Hündin zurück.

Auf die Bedürfnisse des Haustieres achten

RelaxoPet selbst verweist auf eigene Studien: „89 Prozent aller Hunde zeigen bereits nach einer Anwendungsdauer von unter 10 Minuten eine auffällige tiefe Entspannung bei unterschiedlichen Stressoren“, bei Katzen sollen es 84 Prozent sein. Der KURIER-Tiercoach schließt:„Die Beschallung ist keine ,Holzhammernarkose‘, die in jedem Fall wirkt, aber sie ist einen Versuch wert, seinen Schützling so zu beruhigen. Wichtig ist, dass man auf ihn schaut.“

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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