Wissen
23.09.2018

Steigt das Thrombose-Risiko auf Langstreckenflügen an?

Bei einer langen Anreise zum Urlaubsort können Blutgerinnsel in den den Beinen entstehen.

Auf Urlaub freuen sich alle – die Anreise macht deutlich weniger Freude. Insbesondere dann, wenn das Ferienparadies einen Langstreckenflug weit entfernt ist. Begünstigt durch den Bewegungsmangel im Flugzeug, kann es in seltenen Fällen zu einem Blutgerinnsel kommen, typischerweise im Unterschenkel. Verstopft das Gerinnsel ein Blutgefäß, so spricht man von einer Thrombose.

Glücklicherweise verursacht eine Thrombose häufig gar keine Probleme. Gerinnsel und Verstopfung bleiben dann unbemerkt und lösen sich von selbst wieder auf. Aber es gibt auch problematische Thrombosen mit ernstem bis lebensgefährlichem Verlauf.

Helfen Kompressionsstrümpfe?

Kompressionsstrümpfe sollen verhindern, dass es während einer langen Reise zu Thrombosen kommt. Die Strümpfe liegen eng am Unterschenkel an. Ihr ständiger Druck wirkt dem Blutstau in den Beinen entgegen. Soweit die Theorie.

Und tatsächlich: Auf einem Langstreckenflug verringert das Tragen von Kompressionsstrümpfen die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Bein Blutgerinnsel bilden. Dies haben die Public-Health-Experten von www-medizin-transparent.at an der Donau-Universität Krems im Rahmen einer Literaturrecherche herausgefunden.

Dennoch können Kompressionsstrümpfe keine Wunder wirken. Auch mit ihnen kommt es mitunter zu Blutgerinnseln, selbst bei Menschen ohne spezielle Risikofaktoren.

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