68 Kinder-Snacks untersucht: AK findet zu viel Zucker, Salz, Zusätze

Die Arbeiterkammer testete Knabbereien für Kinder. Das Urteil: Viele Produkte sind nur mäßig empfehlenswert.
Mehrere kleine Kinder sitzen mit einer Frau an einem Tisch und essen gemeinsam Snacks aus buntem Geschirr.

Außen bunte Bilder von frischen Früchten und knackigem Gemüse – innen Zucker, Salz und Zusatzstoffe: Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat 68 verschiedene Kinder-Knabbersnacks getestet.

Im Einkaufswagen der Konsumentenschützer landeten sowohl Reis- und Maiswaffeln als auch andere Snacks auf Getreide- oder Hülsenfruchtbasis. Manche der Knabbereien waren für ein bestimmtes Alter gekennzeichnet, einige wurden bereits für Babys ab dem 7. Monat angeraten.

Getestet wurden etwa:

  • Flips
  • Knusperstangen
  • Kringel oder
  • kleine Tierformen
Verschiedene bunte Packungen mit Bio-Snacks für Kinder, darunter Maisflips, Reiswaffeln und Knusperprodukte.

Kinderknabbereien, die von der AK Oberösterreich getestet wurden. 

Teils 30 Prozent Fett und über 30 Gramm Zucker

Die Inhaltsstoffe waren aber nicht immer kindgerecht: Der Zuckergehalt der einzelnen Produkte lag zwischen 0,9 und 30,8 Gramm pro 100 Gramm. Die Süße, die laut Werbeaufschriften aus Früchten und Gemüse kommen sollte, stammte bei 26 der 68 Produkte aus Saftkonzentraten. Sechs Produkte enthielten sogar zugesetzten Zucker oder Sirup

Auch beim Fettgehalt gab es große Unterschiede: Er lag zwischen 0,7 und 30 Prozent. Der Energiegehalt pro 100 Gramm bewegte sich zwischen 324 und 531 kcal.

Fünf Produkte wiesen einen mittleren, eines sogar einen hohen Salzgehalt auf. Bei sieben Produkten wurde mit Aromen, bei zweien mit Farbstoffen nachgeholfen. Bei vier Snacks fanden sich Säureregulatoren auf der Zutatenliste, bei einem Emulgatoren.

Bis zu 9,93 Euro pro 100 Gramm

Ein durchschnittlicher Snack wiegt 30 Gramm, die Kosten lagen zwischen 75 Cent und 2,99 Euro pro Packung – umgerechnet auf 100 Gramm variierten die Preise von 1,25 bis zu beachtlichen 9,93 Euro.

Fazit der Verbraucherschützer: Fertige obst- oder gemüsehaltige Knabbersnacks wirken zwar gesund, sind aber hoch verarbeitet. Saftkonzentrate würden den Zuckergehalt erhöhen und Kinder schon früh an den süßen Geschmack gewöhnen. Ab und zu dazu zu greifen, sei unproblematisch, aber im Normalfall sei es empfehlenswert, salzarmen Getreidesnacks und frischem Obst oder Gemüse den Vorzug zu geben.

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