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Wissen Gesundheit
01/10/2022

T-Zellen könnten für schwächere Omikron-Verläufe sorgen

T-Zellen können das gesamte Spike-Protein angreifen, sagen die Forscherinnen und Forscher.

Es gibt einen Teil des menschlichen Immunsystems, der auch dann vor der neuen Omikron-Variante des Coronavirus schützt, wenn nur noch wenige Antikörper nachgewiesen werden: Die T-Zellen sind eine körpereigene Waffe, die durch die Impfung so weit vorbereitet ist, dass sie sich gegen Omicron verteidigen und so schwere Krankheitsverläufe verhindern. Das haben Studien der Erasmus-Universität in den Niederlanden und der Universität Kapstadt in Südafrika gezeigt.

Die Ergebnisse könnten erklären, warum die Omikron-Welle bisher nicht zu einem Anstieg der Sterblichkeit geführt hat. 

Im Gegensatz zu Antikörpern können T-Zellen das gesamte Spike-Protein des Virus angreifen, das selbst bei der stark mutierten Omikron-Variante weitgehend gleich bleibt. Sowohl geimpfte als auch infizierte Personen sollten diese weißen Blutkörperchen beherbergen.

Die Untersuchung

 Die niederländischen Forscher untersuchten 60 geimpfte Mitarbeiter des Gesundheitswesens und stellten fest, dass ihre Antikörperreaktionen auf Omikron im Vergleich zu den Beta- und Delta-Varianten zwar geringer oder gar nicht vorhanden waren, die T-Zellen-Reaktionen jedoch weitgehend unverändert blieben, was "möglicherweise den Mangel an neutralisierenden Antikörpern bei der Verhinderung oder Begrenzung schwerer Covid-19 ausgleicht".

Am Institute of Infectious Disease and Molecular Medicine der Universität Kapstadt wurden Patienten untersucht, die sich von dem Virus erholt hatten bzw. mit Pfizer oder Johnson & Johnson geimpft worden waren. Die Forscher fanden heraus, dass 70 bis 80 Prozent der T-Zellen-Reaktion gegen Omikron anhielten.

T-Zellen töten infizierte Zellen

Der Immunschutz besteht auf mehreren Ebenen. Während Antikörper die Infektion blockieren, töten T-Zellen infizierte Zellen ab und verhindern so, dass sich das Virus ausbreitet und schwere Krankheitsverläufe verursacht, schrieb Wendy Burgens, eine der Studienautorinnen von der Universität Kapstadt, auf ihrem Twitter-Account The Virus Monologues

"Sie können nicht verhindern, dass man sich ansteckt", sagt sie. "Aber sie können den Schaden, der danach entsteht, minimieren."

 

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