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Wissen Gesundheit
02/17/2021

Österreich bei Test-Zahlen unter den Weltmeistern

Nur durch Tests könnte die Welle gebrochen werden, so die Direktorin für Öffentliche Gesundheit.

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Verbindung mit einer Testpflicht für manche Bereiche haben Österreich bei der Zahl der Testungen in der Vorwoche ins internationale Spitzenfeld geführt. Von 9. bis 15. Februar weist die Online-Plattform "Our World in Data" 112,2 Testungen pro 1.000 Einwohner hierzulande aus. Nur in der Slowakei (218,3) und in Zypern (170,7) waren es mehr. In allen drei Ländern fließen laut der Seite Antigen-Schnelltests und PCR-Tests in die Zahlen ein.

Hinter Österreich folgen die Vereinigten Arabischen Emirate (107,9 Testungen pro 1.000 Einwohner), Dänemark (89,5) und die Mongolei (55,6). In der Online-Datenbank sind allerdings nicht aus allen Ländern weltweit Daten erfasst, zudem werden von den Behörden in einigen Staaten nur PCR-Tests gezählt. Die Testbereitschaft in Österreich ist jedenfalls gestiegen. Innerhalb von sieben Tagen gab es eine Million Antigen-Tests und mehr als 200.000 PCR-Tests.

"Wir wollen alle zu einem normalen Leben zurück", sagte Katharina Reich, die Direktorin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, im Ö1-"Morgenjournal". "Wir wollen nicht nur zum Friseur gehen, wir wollen auch wieder ins Restaurant, ins Kino, in die Kultur", erläuterte sie.

"Und wenn wir unsere Zahlen möglichst rasch unterbekommen, dann sind wir sehr bald dort, wo wir alle wieder sein wollen." Nur durch Testen könne diese Welle gebrochen werden.

"Wer viel testet, findet vielleicht viel, aber wer viel testet, kann auch viel herausfischen und daher bekämpfen", sagte Reich auf die Frage der Vergleichbarkeit der Sieben-Tage-Inzidenz mit anderen Ländern. "Wir haben uns sehr früh mit den Testarten beschäftigt und mit den Testmöglichkeiten. Das alles braucht einen gewissen Vorlauf und die Infrastruktur, die Teststraßen wirklich kontinuierlich offenzuhalten", betonte die Direktorin für Öffentliche Gesundheit.

"Wir brauchen eine stabile Phase. Deswegen sind wir der Meinung, dass es bis Ostern noch dauern wird, um wirklich langfristig stabile Zahlen zu erreichen." Reich kann sich aber frühere Öffnungsschritte "prinzipiell" vorstellen, "wenn die Zahlen entsprechend runtergehen" und wenn Sicherheitskonzepte vorhanden seien.

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