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Wissen Gesundheit
12/29/2021

Neue Studie: Superimmunität auch gegen Omikron möglich

Österreichische Forscher haben entdeckt, welche Faktoren gegen alle Virusvarianten schützen.

Die Omikron-Variante verbreitet sich in ganz Österreich rasant, in Wien hat sie bereits alle anderen Varianten abgehängt. Ein Grund dafür ist, dass ein- bis zweifach Geimpfte einen deutlich abgeschwächten Schutz vor Omikron haben. Nur der Booster erhöht die Wirksamkeit - zumindest für einige Monate - auf bis zu 80 Prozent.

Forscher vom Institut für Virologie an der Medizinischen Universität Innsbruck haben nun in einer kleinen Studie mit 100 Probanden herausgefunden, dass auch gegen die hoch ansteckende Omikron-Mutante eine "Superimmunität" möglich ist. Entscheidend sind dafür zwei Faktoren, die sämtliche Sars-CoV-2-Varianten neutralisieren können: Wer eine Impfung erhalten hat und eine Corona-Infektion durchgemacht hat, weist demnach den bestmöglichen Schutz auf - auch gegen Omikron.

Kreuzimpfung

Ob die Infektion vor oder nach der Impfung stattgefunden hat, spiele dabei keine Rolle. Die Forscher um Annika Rössler verglichen die Antikörper-Titer sowohl von Genesenen als auch von Personen, die mit Astra Zeneca, Biontech/Pfizer und Moderna geimpft wurden. Eine gewisse Neutralisation des Omikron-Virus durch die Antikörper wurde nur bei jenen festgestellt, die doppelt mit Biontech oder zuerst mit Astra Zeneca und danach mit Biontech geimpft waren, berichtet der Focus.

Die so genannte "Superimmunität" gegen Omikron, von Forschern auch "Hybridimmunität" genannt, wiesen jedoch nur jene auf, die zweimal mit Pfizer geimpft und genesen waren.

Bereits im Herbst hatte eine Studie der Oregon Health & Science University gezeigt, dass eine Durchbruchsinfektion eine robuste Immunreaktion gegen die Delta-Variante hervorruft. Die Ergebnisse würden darauf hindeuten, dass die Immunreaktion wahrscheinlich auch gegen andere Varianten des Sars-CoV-2-Virus hochwirksam sein wird, schrieben die Forscher damals im Journal of the American Medical Association (JAMA).

Bei der aktuellen österreichischen Studie, an der auch Virologin Dorothee von Laer beteiligt war, handelt es sich noch um ein Preprint, die Ergebnisse müssen also erst von unabhängigen Forschern begutachtet werden.

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