Das Immunsystem antwortet auf Corona-Viren mit Antikörpern.

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Wissen Gesundheit
07/20/2021

Nach Infektion: Antikörper bleiben mindestens neun Monate

Egal, ob jemand Symptome hatte oder nicht – die Antikörperspiegel sind auch neun Monate nach Infektion noch hoch, wie eine aktuelle Studie zeigt.

von Elisabeth Gerstendorfer

Forscher der Universität Padua und des Imperial College London haben im Februar und März 2020 mehr als 85 Prozent der 3.000 Einwohner des Ortes Vo' in Italien auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet und getestet im Mai und November 2020 wieder auf Antikörper gegen das Virus.

Das Team stellte fest, dass 98,8 Prozent der im Februar und März infizierten Personen im November nachweisbare Antikörperspiegel aufwiesen, und es gab keinen Unterschied zwischen Personen, die Covid-Symptome hatten, und solchen, die symptomfrei waren. Die Ergebnisse wurden jetzt in Nature Communications veröffentlicht.

Rückgang bei Antikörpern sichtbar

Die Antikörperspiegel wurden mithilfe verschiedener Tests erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass, obwohl alle Antikörpertypen zwischen Mai und November einen gewissen Rückgang zeigten, die Zerfallsrate je nach Test unterschiedlich war. Das Team fand auch Fälle von erhöhten Antikörperspiegeln bei einigen Menschen, was auf eine mögliche erneute Infektion mit dem Virus hindeutet und das Immunsystem stärkt.

Hauptautorin Ilaria Dorigatti sagte: „Wir haben keine Beweise dafür gefunden, dass sich die Antikörperspiegel zwischen symptomatischen und asymptomatischen Infektionen unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass die Stärke der Immunantwort nicht von den Symptomen und der Schwere der Infektion abhängt. Unsere Studie zeigt jedoch, dass die Antikörperspiegel je nach verwendetem Test teilweise deutlich variieren. Dies bedeutet, dass beim Vergleich von Schätzungen der Infektionsspiegel in einer Bevölkerung in verschiedenen Teilen der Welt mit verschiedenen Tests und zu verschiedenen Zeiten Vorsicht geboten ist.“

Das Team untersuchte auch den Infektionsstatus von Haushaltsmitgliedern, um abzuschätzen, wie wahrscheinlich ein infiziertes Mitglied die Infektion innerhalb des Haushalts weitergibt. Ihre Modellierung legt nahe, dass eine Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 4 besteht, dass eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person die Infektion an ein Familienmitglied weitergibt.

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