© via REUTERS/GREGORIO MARANON HOSPITAL

Wissen Gesundheit
12/02/2021

Hohe Welle: Kinderärzte warnen vor schweren Atemwegserkrankungen

Infektionen mit dem RS-Virus haben sich heuer früher und stärker ausgebreitet. Teilweise sind Kliniken bereits voll.

Die Saison hat führer begonnen, mehr Patienten leiden schwerer als sonst: Besonders Babys und Kleinkinder sind in diesem Herbst von Infektionen mit dem RS-Virus betroffen und müssen in Kliniken stationär behandelt werden. Das berichtet Volker Strenger von der Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) im Ö1-Morgenjournal, möglicherweise sei die Welle auf die Corona-Maßnahmen zurückzuführen, da die Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen (RSV) nicht genügend zirkulieren konnte.

Hochinfektiöses Virus vor allem für die Jüngsten gefährlich

Das Respiratorische Synzytial-Virus ist bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Alter von zwei Jahren der häufigste Auslöser von akuten Infektionen der unteren Atemwege. Erste Symptome sind Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen und Fieber. Diese können in den ersten drei Lebensmonaten die jungen Patienten schwer belasten. Sehr gefährdet sind zum Beispiel Frühgeborene, Kinder mit chronischen Lungenerkrankungen oder angeborenen Herzfehlern. Das RS-Virus gilt als hochinfektiös.

Experte sieht "doppelte Erkrankungslast"

Aktuell sprach Florian Götzinger, Kinderarzt an der Klinik Ottakring, von einer "doppelten Erkrankungslast", da die Welle im Vorjahr ausgeblieben sei. In den Spitälern müssen demnach vor allem Babys unter einem Jahr behandelt werden, aber auch zwei- und dreijährige Kinder seien stärker als sonst betroffen. Symptome sind Schnupfen, Atem- und Schluckbeschwerden.

Kliniken teilweise schon voll belegt

Allein in Ottakring würden laut Götzinger derzeit bis zu zwanig Kleinkinder pro Woche mit RSV aufgenommen werden, an der Kinderklinik Graz müsse man nicht an RSV erkrankte Kinder bereits in eine andere Klinik verlegen, so Ernst Eber, Vorstand der Grazer Kinderklinik. Von 300 positiv getesteten Fällen seien zuletzt 200 auf Kleinkinder unter einem Jahr entfallen.

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