Herzvorsorge: Warum Sie öfter zu dieser Nuss greifen sollten

Enthaltene Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und unterstützen den Fettstoffwechsel.
Pekannüsse mit und ohne Schale.

Eine neue wissenschaftliche Übersichtsarbeit im Fachjournal Nutrients rückt Pekannüsse in den Fokus einer herzgesunden Ernährung. Die von Forschenden des Illinois Institute of Technology durchgeführte Analyse fasst mehr als 20 Jahre Forschung zusammen und bestätigt positive Effekte auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit sowie die allgemeine Ernährungsqualität.

Studien zeigen demnach, dass Pekannüsse bei regelmäßigem Verzehr in moderaten Mengen wichtige Blutfettwerte verbessern können. Dazu zählen das Gesamtcholesterin und das "schlechte" LDL-Cholesterin, Triglyceride und Nicht-HDL-Cholesterin. Letzteres umfasst alles Cholesterin im Blut außer dem "guten" HDL und gilt als sehr guter Marker für die Herzgesundheit.

Verantwortlich dafür sind unter anderem die in Pekannüssen enthaltenen Polyphenole und weitere bioaktive Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und den Fettstoffwechsel unterstützen.

Sättigung ohne Gewichtszunahme

Die Datenlage zu Blutzucker und Diabetes ist noch uneinheitlich, einzelne Studien deuten jedoch auf Vorteile durch die Nuss bei der Blutzuckerkontrolle hin – vor allem, wenn Pekannüsse raffinierte Kohlenhydrate ersetzen. Mehrere Untersuchungen zeigen zudem ein stärkeres Sättigungsgefühl. Ein erhöhtes Risiko für Gewichtszunahme wurde nicht festgestellt.

Menschen, die Pekannüsse in ihre Ernährung integrieren, erreichen höhere Werte im Healthy Eating Index, der auf den amerikanischen Ernährungsrichtlinien basiert und zur Bewertung der Ernährung herangezogen wird – höhere Werte bedeuten höhere Ernährungsqualität –, und ersetzen damit häufig weniger nährstoffreiche Snacks.

"Besonders hervorzuheben ist die Übereinstimmung der Forschungsergebnisse, die Pekannüsse mit Markern für die Herzgesundheit und die allgemeine Ernährungsqualität in Verbindung bringen", wird Britt Burton-Freeman vom Illinois Institute of Technology in einer Aussendung zitiert. 

Und weiter: "Die zusätzlichen Erkenntnisse zu Sättigung und Gewichtsmanagement liefern wichtige Hintergrundinformationen, insbesondere angesichts des wachsenden Interesses an Appetitregulierung und dem Einsatz von GLP-1-Therapien (Diabetes- bzw. Adipositas-Therapien, Anm.)."

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