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Wissen Gesundheit
07/24/2020

Grippe-Impfstoff und PCR-Tests: Unmut über Unklarheiten

Ein österreichweites Monitoring zur Verteilung von Influenza-Vakzinen kommt. PCR-Test-Kapazitäten wurden erhöht.

Mehr PCR-Tests auf eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 und mehr Grippe-Impfstoff als im Vorjahr – das sind die jüngsten Ankündigungen rund um Corona und Grippe. Einige Fragen sind offen:

Grippe-Impfstoff

Das betrifft etwa die Logistik des Influenza-Impfstoffs. Wie berichtet, stehen mit 1,1 Millionen Impfdosen um rund 40 Prozent mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Unter Apothekern regt sich Unmut über Informationsdefizite und unterschiedliche Modelle (die Stadt Wien plant eine Gratis-Impfung), berichtet Dieter Schmid, Präsident der Apothekerkammer Burgenland.

"Es ist ärgerlich, dass das Grundgerüst, das die ganzen Aktionen trägt, keine Informationen bekommt. Alle Beteiligten des üblichen Distributionssystems wissen derzeit nichts." Schmid beklagt, dass nicht einmal zu erfahren sei, ob man die bestellte Menge auch erhalte. "Durch die nicht ausgereifte Organisation könnte es im Herbst zu Engpässen kommen."

Monitoring für Impfstoff-Verteilung

Aus dem Ministerium heißt es: "Wir stimmen uns mit allen Stakeholdern und insbesondere den ApothekerInnen ab, um sicherzustellen, dass es zu keiner Fehlverteilung der verfügbaren Impfstoffe kommt." Dafür baue man derzeit "ein engmaschiges Monitoring", gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), Impfstoffherstellern, Ländern, Sozialversicherung sowie Apotheker- und Ärztekammer auf.

PCR-Tests: Gibt es genügend?

Rund um die Erhöhung der Kapazitäten für PCR-Tests orten manche Unklarheiten: Ursprünglich war die Rede von 17.000 Tests täglich gewesen, Stand Donnerstag lag man in ganz Österreich bei 11.350 Testungen. Davon waren 170 positiv, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Österreich zähle zum Spitzenfeld, was die Testungen pro Einwohner betrifft. Die Laborkapazitäten liegen derzeit bei über 15.000 möglichen Tests pro Tag, betont ein Sprecher von Minister Rudolf Anschober. "Es gibt da keinen Flaschenhals mehr." Mittlerweile verfügen mehr als 50 Labors über die Technologie.

Schnelleres Testergebnis

Die Testergebnisses sollten dann innerhalb von 48 Stunden vorliegen. Diese Regelung eines Erlasses zum Epidemiegesetz kann aber oft nicht eingehalten werden, zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte Betroffener. Man arbeite sehr daran, die Logistik zu verbessern. Dazu sei das Ministerium derzeit in engem Kontakt mit den Bundesländern.

Die Testkosten werden bei "begründeten Verdachtsfällen" übernommen und bei Kontaktaufnahme über die Hotline 1450. Laut Epidemiegesetz gilt bereits ein Symptom als ausreichend für einen Test. Tests, die auf eigene Initiative in privaten Labors in Anspruch genommen werden, sind selbst zu bezahlen.

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