Wissen | Gesundheit
18.04.2018

Drei von zehn Österreichern halten sich für Burn-out-gefährdet

Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit werden als immer belastender empfunden.

Drei von zehn Österreichern glauben, dass sie aufgrund einer privaten oder beruflichen Stresssituation Burn-out-gefährdet sind. Als stärkste psychische Belastungsfaktoren werden Mobbing und finanzielle Probleme empfunden, zunehmend aber auch Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. Das zeigt eine aktuelle market-Umfrage.

Grundsätzlich beschreiben sich 72 Prozent der 1.001 online befragten Über-16-Jährigen als gesund - wobei nur acht Prozent gar nichts zu jammern haben, 64 Prozent hingegen zumindest gelegentlich von kleinen Beschwerden geplagt werden. market verglich die Ergebnisse mit Daten aus dem Jahr 2013 und fand heraus, dass die Einschätzung der eigenen Gesundheit seither schlechter geworden ist: So hat sich z.B. der Anteil jener, denen es "ausgezeichnet" geht, von 14 auf acht Prozent beinahe halbiert.

Belastungsfaktoren

14 Prozent glauben laut der aktuellen Umfrage, dass sie stark Burn-out-gefährdet sind, besonders betroffen ist die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen. Weitere 17 Prozent orten bei sich selbst zumindest ein mittleres Risiko auszubrennen. Knapp die Hälfte denkt, dass Burn-out ein "persönliches Nicht-Zurechtkommen mit beruflichen oder privaten Anforderungen" ist. 34 Prozent sehen darin eine psychische Erkrankung ähnlich der Depression. Diese Meinung teilen vor allen jüngere Menschen.

Jeweils 80 bis 86 Prozent der Befragten glauben, dass sich Mobbing, Geldprobleme, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, schlechtes Betriebsklima und private Probleme auf die psychische Gesundheit schlagen können. Verglichen mit 2013 kristallisieren sich aber zwei weitere Punkte als Aufsteiger in diesem Negativ-Ranking heraus: Zeitdruck hatten 2013 "nur" 69 Prozent als Belastungsfaktor genannt, nun 82 Prozent. Die ständige Erreichbarkeit über Telefon, Internet oder Social Media erachteten vor fünf Jahren 53 Prozent als problematisch, mittlerweile sind es 67 Prozent der Befragten.