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Wissen Gesundheit
11/24/2020

Corona-Simulation zeigte: Über-65-Jährige zuerst impfen

Computersimulation analysierte Situation mit begrenzten Mengen als Basis für politische Entscheidungen.

Im Rahmen eines virtuellen Covid-19 Symposiums an der John Hopkins University haben Wissenschafter der Tiroler Privatuniversität UMIT eine Entscheidungsgrundlage für eine gezielte Impfstrategie vorgestellt. In einer Computersimulationsstudie wurden unterschiedliche Szenarien unter Berücksichtigung begrenzter Impfkapazitäten untersucht.

Das Ergebnis: Zunächst sollten Personen die älter als 65 Jahre sind geimpft werden, gefolgt von vulnerablen Personen und Gesundheitspersonal. So könnten am effektivsten Hospitalisierungen und Todesfälle verhindert werden, erklärte die an der UMIT in Hall in Tirol tätige Projektleiterin Beate Jahn in einer Aussendung der Privatuniversität.

Ziel des Forschungsprojektes - eine Kooperation zwischen UMIT, TU Wien und der dwh GmbH als technischen Umsetzungspartner - war es, eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage für eine gezielte Corona-Impfstrategie zu erarbeiten. Dabei sollte evaluiert werden, welche Personengruppen mit einem Impfstoff prioritär behandelt werden sollen, um den Gesamtnutzen für die Bevölkerung zu maximieren. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass anfangs mit einer begrenzten Impfstoffverfügbarkeit gerechnet werden muss.

Was wäre sonst?

Niki Popper, Simulationsforscher an der TU Wienm erläuterte: "Geht man von einer Verfügbarkeit eines nicht sterilisierenden Impfstoffs für ca. 2,5 Millionen Personen aus, vermeidet das Impfen der Älteren gefolgt von vulnerablen Personen etwa ein Drittel der Hospitalisierungen und Todesfälle im Vergleich zu keiner Impfung."

Jahn fügte ergänzend hinzu: "Ein vorrangiges Impfen des Gesundheitspersonals führt in dieser Stufe zu vergleichbaren Ergebnissen. Eine sterilisierende Impfung führt zu einer effektiveren und nachhaltigeren Reduktion der Hospitalisierungen und Todesfälle von über 60 Prozent und insbesondere zu einer größeren Reduktion der Infektionen".

Uwe Siebert, wie Jahn an der UMIT tätig, zeigte sich indes zuversichtlich, mit den Erkenntnissen aus der Studie "einen Beitrag zur politischen Entscheidungsunterstützung für eine zielgerichtete Impfstrategie in Österreich leisten zu können".

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