Pregnant women

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Wissen Gesundheit
09/03/2020

Alkohol in der Schwangerschaft: Experten machen auf Folgeschäden aufmerksam

Anlässlich des "Tags des alkoholgeschädigten Kindes" am 09. September weisen Mediziner auf die Gesundheitsrisiken hin.

"Schwangerschaft und Alkohol – das passt nicht zusammen", mahnt Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung. Jeder Schluck stelle eine immense gesundheitliche Gefahr für das ungeborene Kind dar. "Mein Appell an alle werdenden Mütter lautet: Verzichten Sie bitte während Schwangerschaft und Stillzeit komplett auf Alkohol – ihrem Baby zuliebe."

Alkohol ist ein Zellgift, das auch in kleinen Mengen die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen und zu schwerwiegenden Schädigungen beim Kind führen kann – den Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) bis hin zur schwersten Form, dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS).

Lebenslange Folgeschäden

Die Folgeschäden hebt auch Heidrun Thaiss, Leiterin der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), hervor: "Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung weisen eine Vielzahl geistiger und körperlicher Beeinträchtigungen auf, die in der Regel ein Leben lang bestehen bleiben." Diese schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit des Ungeborenen seien vollständig vermeidbar, "wenn werdende Mütter in der Schwangerschaft keinerlei Alkohol trinken und konsequent Nein sagen. Diese Haltung sollte durch das Umfeld jeder Schwangeren positiv bestärkt werden."

In Deutschland werden schätzungsweise rund 10.000 Kinder pro Jahr mit FASD geboren. Etwa 3.000 von ihnen leiden unter FAS. Betroffene Kinder zeigen Verhaltensauffälligkeiten wie Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Lern- und Sprachprobleme. Beim Fetalen Alkoholsyndrom kommen Fehlbildungen des Skeletts, des Gesichts und der Extremitäten sowie Nierenfunktionsstörungen oder Herzfehler hinzu.

Um werdende Eltern für die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft zu sensibilisieren, bietet die BZgA-Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit." Informationen online und als Broschüren an. Werdende Mütter, denen es schwerfällt, auf Alkohol ganz zu verzichten, werden durch das Internetportal IRIS anonym beim Konsumstopp unterstützt. In Österreich schafft der Verein "FASDHilfe Austria" Bewusstsein für die Auswirkungen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft und beraten Menschen mit FASD und ihre Betreuungspersonen.

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