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Wissen Gesundheit
08/25/2020

Ärzte raten zu Sportpause nach Corona-Infektion

Auch jüngere Sportler sollten zum Check, ehe sie wieder mit dem Training beginnen.

Mediziner der Ärztekammer Oberösterreich haben vor zu schnellem und zu intensivem Training nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung gewarnt. Sie raten, sich nach der Genesung vor dem Sportstart durchchecken zu lassen. Denn das Virus greife Organe an, die beim Sport eine zentrale Bedeutung haben, wie vor allem die Lunge und das Herz, hieß es in einer Presseaussendung am Dienstag.

„Wer zu schnell startet, riskiert lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Ereignisse. Die Lunge braucht in etwa sechs bis acht Wochen, um sich von einer Lungenentzündung zu erholen“, warnte Bernd Lamprecht, Fachgruppenvertreter für Lungenkrankheiten der Ärztekammer für Oberösterreich. War eine Beatmungsmaschine nötig, seien sogar bleibende Schäden an der Lunge möglich. Deshalb seien Nachuntersuchungen - auch bei jüngeren Sportlern - vor der Wiederaufnahme des Trainings wichtig.

Langsam starten

Bei einem leichten bis mittelschweren Verlauf der Krankheit und wenn sich die medizinischen Auffälligkeiten auf die Lunge beschränkt haben, könne nach wenigen Wochen mit Sport in leichter Form begonnen werden. Sollte man es übertreiben, riskiere man allerdings gefährliche Komplikationen wie Vernarbungen der Lunge, betonte der Spezialist. Freizeit- und Hobbysportlern mit schwereren Coronavirus-Symptomen rät er, drei bis sechs Monate nach der Genesung auf Wettkampfsport zu verzichten und vor dem ersten Training ärztlichen Rat einzuholen.

Auch bei einer Infektion mit dem Virus ohne oder nur mit leichten Symptomen empfiehlt Helmuth Ocenasek, Referent für Sportärzte in der Interessenvertretung, noch zwei Wochen nach der 14-tägigen Erkrankungsdauer zu pausieren. Dann sollte langsam mit Einheiten von 15 bis 20 Minuten begonnen und genau beobachtet werden, wie es einem damit geht. Bei Schmerzen oder wenn die Belastungsgrenze schnell erreicht wird, sollte das Training eingestellt werden. Bei Herz-Rhythmus-Störungen oder Schwindel ist ein Arzt zu konsultieren.

Taucher sollen unbedingt erneut eine Tauglichkeitsuntersuchung von einem erfahrenen Spezialisten durchführen lassen. Alles in allem seien das Empfehlungen der Fachgesellschaften, Evidenz gebe es noch nicht, da das Coronavirus noch sehr jung sei, gaben die Mediziner zu bedenken.

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