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Sport
06/24/2020

Ab 1. Juli jeder In- und Outdoor-Sport wieder erlaubt

Kommende Woche kommt es zu den angekündigten Lockerungen in diesem Bereich.

Sportminister Werner Kogler hatte bereits am Wochenende für Anfang Juli Lockerung für Mannschafts- und Kontaktsportarten im Freien angekündigt. Ab 1. Juli wird die Ausübung dieser Sportarten auch Indoor möglich sein. Die entsprechenden Lockerungen wurden am Mittwochvormittag verkündet. Allerdings müssen Anwesenheitslisten geführt werden, sagte Kogler in der Pressekonferenz.

Dazu werden ab September unter bestimmten Voraussetzungen Events im Freien mit bis zu 10.000 und drinnen mit bis zu 5.000 Teilnehmern erlaubt - das betrifft den Sportbereich ebenso wie die Kultur. Somit sind Besucher in Stadien und bei Konzerten auch wieder erlaubt. Allerdings muss es für diese zugewiesene Sitzplätze geben. Die Abstandsregeln müssen selbstverständlich eingehalten werden.

"Freiwilliges Tracking"

Dazu wird laut Anschober auf "freiwilliges Tracking" gesetzt. Die Namen der besuchenden Personen sollen erfasst werden - "freiwillig im Rahmen des Datenschutzes", sagte der Minister. Das "festhalten von Kontaktdaten auf freiwilliger Ebene" soll auch für alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern realisiert werden, sagte Anschober.

Er kündigte für die kommende Woche ein "umfassendes neues Testprogramm mit großem Screening" an.

Planungssicherheit

Vizekanzler Kogler hob die nun mögliche Planungssicherheit hervor. "Die Veranstalter haben jetzt eine Orientierung, das wird für die meisten eine gute Nachricht sein." Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass es "sehr große Lockerungsschritte" seien, die man in Aussicht stellt. "Es sind Freiheiten, die wir uns alle miteinander erarbeitet haben. Wir sollten sorgsam damit umgehen."

Auch Sport-Austria-Präsident Hans Niessl bezeichnete die angekündigten Lockerungen als richtig und wichtig für sämtliche Sportbereiche. Die von der Bundesregierung verlautbarte Aufhebung der Zuschauerbeschränkungen ab 1. September ermögliche sämtlichen Ligen und Veranstaltungen vom Spitzen- bis zum Breitensport sowie Sponsoren die nötige Planungssicherheit.

"So können nun Ligen und Wettbewerbe, indoor wie outdoor, vorbereitet und auch der Nachwuchs- und Breitensport wieder richtig aufgenommen werden. Auch für die Sponsoren des österreichischen Sports ist nun eine Planbarkeit gegeben, was für den Fortbestand der heimischen Sportkultur und damit für den Erhalt vieler Arbeitsplätze von großer Bedeutung ist", erläuterte Niessl in einer Aussendung von Sport Austria (Bundes-Sportorganisation). Durch die sprunghafte Erhöhung der erlaubten Zuseherzahlen im Herbst - 5.000 in der Halle, 10.000 Freiluft unter gewissen Auflagen - könnten die Vereine endlich besser kalkulieren.

Vorsichtig bleiben

Wie die Regierungsmitglieder bekräftigte auch Niessl ein weiteres Mal, dass man weiterhin vorsichtig bleiben und vorgehen müsse. "Klar ist aber auch, dass wir bei einem etwaigen starken Wiederanstieg der Infektionszahlen erneut gegensteuern müssten. Deshalb werden unsere Vereine und Verbände im Sinne einer verantwortungsvollen Normalität alles organisatorisch in ihrer Macht Stehende unternehmen, um eine Ausbreitung des Virus über den Sport zu unterbinden".

Die von der Regierung zum möglichen Contact-Tracing angeregten Anwesenheitslisten seien im organisierten Sport sicherlich umsetzbar, so Niessl.

ÖFB atmet auf

Beim heimischen Fußballverband ÖFB sorgte die Pressekonferenz am Mittwoch für hörbares Aufatmen. "Man kann von einem echten Meilenstein sprechen. Ich bin sehr glücklich, dass nun alle 2.200 Fußballvereine in Österreich und der gesamte Teamsport nun wieder eine echte Perspektive haben", erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner.

"Ich danke allen, die in den letzten Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet haben, dass dieser Re-Start ermöglicht werden konnte", sagte Windtner in der ÖFB-Aussendung weiter. Ähnlich äußerte sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel: "Es ist sehr erfreulich, dass in Österreich mit 1. Juli wieder vollumfänglich Fußball gespielt werden kann. Alle Spielerinnen und Spieler brennen nach der langen Pause darauf, endlich wieder auf dem Feld zu stehen. Das gilt für den Breitensport ganz genauso wie für den Spitzen- und Nachwuchsbereich."

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