Ferkel schlafen am Freitag 15. Januar 2010 bei der Eroeffnung der Gruenen Woche in Berlin auf dem Erlebnisbauernhof unter einer Waermelampe. (dapd Photo/Herbert Knosowski)----Piglets sleep underneath a warming light during the opening of the agriculture fair Green Week, Gruene Woche, in Berlin, Germany, Friday, Jan. 15, 2010. (dapd Photo/Herbert Knosowski)

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Schlafforschung
03/14/2013

Der Schlaf - das nicht mehr ganz so unbekannte Wesen

Forschung und Behandlung holen immer mehr auf und enträtseln die Probleme rund um die überlebenswichtige Ruhephase des Menschen

Ob alt, ob jung; ob Mann, ob Frau - jeder tut es gerne, kann im Grunde gar nicht anders und kaum jemand hat keine Probleme damit: schlafen. Die überlebenswichtige Ruhephase, deren regelmäßige Einhaltung mitunter über längeres Leben entscheiden kann, beschäftigt seit Jahrzehnten die Mediziner. Dass man auf einem guten Weg sei, die Schwierigkeiten und Rätsel zu lösen, versicherten am Donnerstag heimische Schlafforscher im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Neuesten Untersuchungen zu Folge berichten rund 50 Prozent der älteren Erwachsenen über Schlafstörungen. Dass dies lediglich die halbe Wahrheit ist, erklärte "Schlafpapst" Bernd Saletu, Leiter des Instituts für Schlafmedizin im Wiener Rudolfinerhaus. Denn, erstens: "Zu kurz schlafen ist nicht gut, zu lang auch nicht." Und, zweitens: Niemand, der behauptet, gut geschlafen zu haben, könne sicher sein, dass er das auch tatsächlich getan hat.

Chronische Schlaflosigkeit (Insomnie), Atemstörungen (Schlafapnoe) können aber auch jungen Menschen schwer zu schaffen machen. Die Auswirkungen können - abgesehen von permanenter Unausgeschlafenheit, Konzentrationsstörungen und verminderter Reaktions- und Leistungsfähigkeit - verheerend sein: Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Diabetes. Nicht umsonst hat sich der heurige "Weltschlaftag" (15. März) das Motto "Good sleep, healthy aging" gesetzt. Ziel ist es, die mehr als 100 unterschiedlichen Schlafstörungen optimal zu diagnostizieren und individuelle Behandlungen anzubieten.

"Was ist guter Schlaf? Diese Frage kann nur durch die gleichzeitige Aufzeichnung von subjektiven und objektiven Schlafvariablen bei Personen beiderlei Geschlechts über den Alterungsprozess beantwortet werden", so Saletu, der schon 1975 erkannt hat, dass es diesbezüglich enorme Widersprüche gibt. Als umso bedeutender bewertet Saletu daher das EU-Projekt "Siesta", an dem neun Schlaflabors und acht technische Zentren beteiligt waren, und das die Erstellung einer Datenbank ermöglichte, die wiederum dazu beitrug, Diagnostik und Therapie deutlich zu verbessern.

Nebst dem Besuch eines Schlaflabors oder einschlägiger Experten hoben ebendiese auch die Bedeutung von Selbstdisziplin in Form von einfachen Regeln hervor, deren Einhaltung schon grundsätzlich bessere Erholung im nicht wachen Zustand bringen sollte: Regelmäßige Schlaf- und Aufwachzeiten; wenn schon Mittagsschläfchen, dann nicht über 45 Minuten; nicht zu viel Alkohol und Zigaretten in den vier Stunden vor dem Schlafengehen; kein Koffein sechs Stunden vor dem Schlafengehen; keine stark gewürzten oder zuckerhältigen Speisen vier Stunden vor dem Schlafengehen; regelmäßige Bewegung; gute Matratze; angenehme Temperatur im Schlafzimmer; Geräusche und unnötiges Licht vermeiden; Schlafzimmer als Schlaf- und nicht auch als Arbeits-, Fernseh- oder Esszimmer verwenden.

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