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Wirtschaft
12/30/2021

Zu Silvester: Glücksbringer, Süßigkeiten und Selbstgekochtes

Durchschnittliche Ausgaben pro Kopf betragen 46 Euro - In Wien, Vorarlberg und Tirol wird am meisten ausgegeben

Glücksbringer sind immer noch des Österreichers liebstes Silvester-Geschenk. Wie eine Umfrage des Handelsverbandes gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut MindTake Research zeigte, stehen kleine Schweinderln oder Kleeblätter hierzulande immer noch im Kurs (37,8 Prozent der Befragten). Danach folgen schon Süßigkeiten, die von 15,3 Prozent gerne verschenkt werden und Selbstgekochtes bzw. Selbstgebackenes, die von 6,1 gerne zum Jahreswechsel hergegeben werden.

Im Durchschnitt geben in Österreich lebende Menschen für Silvester 46 Euro pro Kopf für Geschenke und Partyzubehör aus. Im Bundesländervergleich zeigt sich heuer die Hauptstadt Wien mit Pro-Kopf-Ausgaben von 70 Euro am spendabelsten. Danach folgen Vorarlberg und Tirol mit durchschnittlichen Ausgaben von 50 Euro bzw. 49 Euro pro Person. Etwas sparsamer geben sich 2021 die Konsumentinnen und Konsumenten in den Bundesländern Niederösterreich (29 Euro), Salzburg (31 Euro), dem Burgenland (35 Euro) und Kärnten (36 Euro).

Neben den Top-Sellern überraschen einige Menschen ihre Liebsten aber auch mit Gutscheinen (4,9 Prozent), Geld bzw. Geldgeschenken (4,9 Prozent), Selbstgebasteltem (4,7 Prozent), Spielzeug (3,5 Prozent) oder Feuerwerk (3,1 Prozent), zeigte am Donnerstag das Ergebnis der Umfrage. Dass Feuerwerkskörper nicht mehr so gerne gekauft werden, liegt auch daran, dass sie in den Supermärkten nicht mehr verkauft werden. "Pyrotechnische Gegenstände sind schädlich für unsere Umwelt und belastend für Haus- und Waldtiere. Deshalb haben große Handelsketten wie etwa Supermärkte pyrotechnische Feuerwerkskörper aus Ihrem Sortiment genommen. Heuer werden nur noch Restbestände veräußert, auch um den Lieferanten im Wort zu bleiben. Damit setzen österreichische Lebensmitteleinzelhändler ein klares Signal: Es wird bis auf Weiteres keine Neuanschaffung von Raketen und Co. mehr geben", sagte Geschäftsführer vom Handelsverband Rainer Will.

Auch aufgrund des Lockdowns hat es im vergangenen Jahr weniger Augenverletzungen durch Knaller gegeben, berichteten die Gesellschaft der österreichischen Augenärztinnen und Augenärzte (ÖOG). Diese erhebt seit 2017 die Feuerwerks-Unfälle an den 25 Augenabteilungen und berichtet von einem massiven Rückgang der Fälle. Zum vergangenen Jahreswechsel sind die Feuerwerksunfälle im Vergleich zum Jahr 2017 auf ein Zehntel des damaligen Wertes gefallen. Gab es 2017 noch 86 Fälle, die in den Notfallambulanzen der 25 österreichischen Augenabteilungen akut behandelt werden mussten, so waren dies zu Silvester 2020/21 nur acht Fälle.

"Gerade jetzt, wo Spitalspersonal für Covid-Patientinnen und Patienten gebraucht wird, sollte man im Privatbereich lieber auf Feuerwerke verzichten und diese besser professionellen Organisationen überlassen", appellierte Michael Amon, Präsident der ÖOG, Vorstand der Augenabteilung bei den Barmherzigen Brüdern in Wien sowie Vorsitzender der österreichischen Augen-Primarärztinnen und -ärzte. Neben der Gefahr einer Erblindung kann die unsachgemäße Verwendung von Feuerwerkskörpern auch Hörschäden oder andere schwerwiegende Verletzungen, beispielsweise im Gesicht und an den Händen verursachen.

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