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Wirtschaft
06/08/2021

Welche heimischen Firmen für Bewerber am attraktivsten sind

Umfrage: Nationalbank, AVL List und Siemens haben besten Ruf als Arbeitgeber. Jobsicherheit und Arbeitsatmosphäre gewinnen an Bedeutung.

von Anita Staudacher

Wer einen Job sucht, ist bei der Auswahl des künftigen Arbeitgebers besonders auf Stabilität und Sicherheit bedacht, geht aus der Employer-Branding-Studie 2021 des Personaldienstleisters Randstad hervor.

Laut Umfrage unter 3.800 potenziellen Bewerbern und künftigen Mitarbeitern sind die Oesterreichische Nationalbank, AVL List, Siemens, BMW Österreich und das Kepler Universitätsklinikum die fünf attraktivsten Unternehmen für potenzielle Bewerber. "Diese Unternehmen werden von zukünftigen Mitarbeitern als finanziell stabil wahrgenommen. Dazu verfügen sie über einen sehr guten Ruf und sorgen damit für sichere Arbeitsplätze und vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten", erläutert Ulla Havas, zuständig für operative Geschäft bei Randstad Österreich. Eine lange Firmentradition sei da von Vorteil. 

Zu den Gewinnern im Vergleich zum Ranking 2020 zählen Siemens und BMW sowie der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim auf Rang 6. Zurückgefallen in der Attraktivität als Arbeitgeber sind das Bundesrechenzentrum, der Flughafen Wien sowie die Welser Industriebetrieb Fronius.

Sozialleistungen wichtiger

Rund drei Viertel der Befragten geben attraktive Gehälter und Sozialleistungen sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre als die zwei wichtigsten Faktoren an, wenn es um die Wahl ihres zukünftigen Arbeitgebers geht. Vor allem Sozialleistungen und Arbeitsatmosphäre haben gegenüber den letzten Befragungen an Bedeutung gewonnen. "Es geht hier darum, wie wohl sich die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz fühlen", erläutert Havas. Den vierten und fünften Platz unter den relevanten Faktoren teilen sich mit jeweils 61 Prozent die Work-Life-Balance und die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Top-Branchen

Auch im Branchenranking hat die Pandemie ihre Spuren hinterlassen. Demnach sind das Gesundheitswesen sowie die pharmazeutische und chemische Industrie die Top-Branchen für die befragten Arbeitnehmer. Dahinter folgen der Automotive-Sektor, Anlagen- und Maschinenbau sowie Fertigungsbetriebe.

Jobwechsel und Fachkräftemangel

Trotz Pandemie hat laut Studie das Thema Employer-Branding nicht an Relevanz verloren. Bei Bewerbern einen guten Ruf zu haben, sei auch nach der Pandemie ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, meint Havas. "Wir befinden uns nach wie vor in einem Bewerbermarkt". Trotz hoher Arbeitslosigkeit sei es nicht so, dass den Firmen die Mitarbeiter zufallen. Im Gegenteil: Der Fachkräftemangel habe sich weiter zugespitzt.

Auf der anderen Seite plant fast jeder fünfte Arbeitnehmer (17 Prozent), in den kommenden sechs Monaten einen neuen Arbeitsplatz zu finden, 9 Prozent haben dies bereits während der vergangenen Monate getan. "Durch die Krise haben einige mit dem Jobwechsel noch abgewartet, aber wir rechnen mit einem Schwung am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten", sagt Havas. 

Gleichzeitig hat die Krise die Loyalität der Mitarbeiter gestärkt: 51 Prozent der Befragten fühlen sich mittlerweile enger mit dem derzeitigen Arbeitgeber verbunden. "Die Wertschätzung der Mitarbeiter zahlt sich aus", so Havas.  62 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich denken, dass ihre Arbeitsplätze trotz der aktuellen Wirtschaftskrise sicher sind, knapp jeder Fünfte (18 Prozent) hat hingegen Angst vor einem Jobverlust in diesem Jahr.

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