Wirtschaft
23.11.2018

Wäschekonzern Palmers weiter in schwierigem Fahrwasser

Das Traditionsunternehmen rutschte 2017/'18 operativ ins Minus, der Umsatz ist stabil.

Der Wäschekonzern Palmers blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2017/18 zurück und erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 ein negatives Ergebnis. Das Traditionsunternehmen konnte 2017/18 den Umsatz stabil halten, rutschte operativ und vor Steuern aber ins Minus.

Das für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 budgetierte positive Ergebnis werde aus heutiger Sicht nicht erreicht werden, teilen die Vorstände Marc und Tino Wieser sowie Matvei Hutmann im akutellen Geschäftsbericht mit.

Hohe Personalkosten

Vor allem höhere Personal- und sonstige Aufwendungen ließen im abgelaufenen Geschäftsjahr den Gewinn einbrechen. Außerplanmäßige Wertberichtigungen für Anteile an Palmers Deutschland belasteten das Ergebnis zusätzlich.

Vor Steuern ergab sich somit ein Verlust von 2,0 (+0,56) Millionen Euro. Künftig erwarten die Vorstände aufgrund eingeleiteter Maßnahmen eine geringere Belastung. Zugunsten der deutschen Tochter gibt es auch eine Patronatserklärung für sämtliche Verbindlichkeiten der Verluste schreibenden Gesellschaft.

Verhaltener Konsum

Die Palmers-Aktivitäten gliedern sich in zwei Geschäftsbereiche, die Marken "Palmers" und "p2 Wäsche". Wesentliche Beteiligungen gibt es neben Deutschland in Italien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und in Hongkong.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr habe sich der Konsum in der Wäschebranche verhalten gezeigt, in Österreich soll er sich laut Berichten sogar negativ entwickelt haben, erläutern die Vorstände. Der Umsatz in Österreich habe sich flächenbereinigt um 3,2 Prozent verringert. In Österreich werden 118 Filialen betrieben.

Für das Geschäftsjahr 2018/19 erwarten die Palmers-Vorstände keine deutliche Verbesserung des Marktes. Wie bei anderen Textilien habe sich der Bodywearmarkt in den für die Gesellschaft relevanten Märkten tendenziell negativ entwickelt. Die Umsetzung von ergebnisverbessernden Maßnahmen werde fortgesetzt.