Washington senkt US-Zölle auf Stahl-, Aluminium- und Kupferderivate
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump plant eine Neuordnung ihrer Stahl- und Aluminiumzölle. Eine entsprechende Anordnung stehe kurz bevor, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Demnach soll der Zoll von 50 Prozent für Rohstahl- und Aluminiumimporte beibehalten werden. Die Abgaben auf daraus hergestellten Folgeprodukten sollen jedoch je nach Produkt auf 15 oder 25 Prozent gesenkt werden.
Eine Stellungnahme des Weißen Hauses lag zunächst nicht vor. Mit der Änderung soll den Insidern zufolge ein übermäßig kompliziertes Zollsystem vereinfacht werden. Trump hatte die Zölle im vergangenen Jahr auf 50 Prozent verdoppelt und auf Tausende Folgeprodukte ausgeweitet.
Die Abgabe galt jedoch nur für den Stahl- und Aluminiumanteil des Produkts, was für Importeure einen hohen bürokratischen Aufwand bei der Berechnung bedeutete. Künftig soll der niedrigere Zoll auf den Gesamtwert des importierten Folgeprodukts anfallen. Die niedrigere Rate von 15 Prozent könnte für Anlagen zur Stahlherstellung gelten. Solche Anlagen, etwa Schmelzpfannen und Walzwerksmaschinen, werden häufig aus Deutschland und Italien importiert.
Das Wall Street Journal hatte zuerst über die geplante Neuordnung berichtet.
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