Trump will Zölle auf Stahl und Aluminium zurückfahren
Zusammenfassung
- Trump plant laut Medienbericht, einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zu lockern und keine weiteren Produkte zu besteuern.
- Im Fokus der Überprüfung stehen künftig gezielt einzelne Importwaren unter dem Aspekt der nationalen Sicherheit.
- Im US-Handelsministerium gibt es Sorgen, dass die Zölle Verbraucherpreise erhöhen und damit Einfluss auf die Zwischenwahlen haben könnten.
US-Präsident Donald Trump will einem Medienbericht zufolge einige Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zurückfahren.
In seiner Regierung werde die Liste der mit den Abgaben belegten Produkte geprüft, berichtete die Financial Times am Freitag unter Berufung auf Insider. Geplant sei, einige Artikel wieder von den Zöllen zu befreien und keine weiteren Produkte der Liste hinzuzufügen.
Stattdessen sollten künftig gezielter einzelne Importwaren auf den Prüfstand gestellt werden; leitend solle dabei der Aspekt der nationalen Sicherheit sein. Trump hatte Einfuhren von Stahl und Aluminium vergangenes Jahr mit Zöllen von bis zu 50 Prozent belegt. Er nutzt die Abgaben immer wieder als Verhandlungstaktik im Umgang mit Handelspartnern.
Angst vor steigenden Verbraucherpreisen
Dem Bericht zufolge gibt es im Handelsministerium und im Büro des US-Handelsbeauftragten Befürchtungen, dass die Zölle den amerikanischen Verbrauchern schaden könnten. So gingen Vertreter der beiden Regierungsstellen davon aus, dass durch die Zölle die Preise unter anderem für Konserven- und Getränkedosen steigen. Experten hatten dies bereits vorhergesagt. Steigende Verbraucherpreise machen vielen Amerikanern zu schaffen. Diese Sorgen gelten als wichtiger Faktor für die Zwischenwahlen im November.
Einer jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge waren 59 Prozent der US-Bürger damit unzufrieden, wie die Trump-Regierung auf die steigenden Lebenshaltungskosten reagiert. Eine Stellungnahme der US-Regierung zu dem FT-Bericht war zunächst nicht zu bekommen.
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