US-Modekette Abercrombie & Fitch kommt nach Österreich
Zusammenfassung
- Abercrombie & Fitch plant Expansion in Österreich und sucht Standorte, auch für die Schwestermarke Hollister.
- Derzeit gibt es fünf Hollister-Filialen, für Abercrombie & Fitch wird eine Fläche in Wien bevorzugt in Toplagen gesucht.
- Der Einzelhandel in Österreich stagniert weiterhin, mit rückläufigen Umsätzen und schwacher Wirtschaftsstimmung.
Der US-amerikanische Modekonzern Abercrombie & Fitch will hierzulande wachsen. Dafür suche man aktuell geeignete Standorte – nicht nur für Abercrombie & Fitch selbst, sondern auch für die Schwestermarke Hollister. Man prüfe „Flächen mit hoher Frequenz und optimaler Sichtbarkeit“, sagt Christoph Ecker, Director Retail beim beauftragten Immobiliendienstleister CBRE. Erste Gespräche mit Eigentümern würden bereits laufen.
Bislang ist der Konzern in Österreich mit fünf Filialen der Marke Hollister vertreten. Für Abercrombie & Fitch wird eine Fläche in Wien gesucht – bevorzugt in Toplagen wie der Mariahilfer Straße oder in der Innenstadt. Die gewünschte Größe liegt zwischen 400 und 600 Quadratmetern. Parallel dazu wird für Hollister nach mehreren Standorten gesucht.
Erholung im Einzelhandel lässt auf sich warten
Während der US-Händler seine Wachstumspläne verfolgt, lässt die erhoffte Erholung im übrigen Einzelhandel auf sich warten. Laut Daten der Statistik Austria sind die Einzelhandelsumsätze im Februar im Vorjahresvergleich real um 0,3 Prozent gesunken, nominell gab es ein Plus von 0,9 Prozent. Bereits im Jänner fiel das reale Wachstum schwach aus – bei gleichzeitig weiter steigenden Kosten. Im Non-Food-Handel waren die Umsätze im Februar sowohl nominell (minus 0,2 Prozent) als auch inflationsbereinigt (minus 0,9 Prozent) rückläufig.
Österreich zähle damit „zu den Schlusslichtern bei der Wirtschaftsstimmung“, beklagt der Geschäftsführer des Handelsverbands Rainer Will. Insgesamt lag das Umsatzminus der Einzelhändler in der Eurozone im Februar bei 0,2 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang in dieser Höhe erwartet.
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