Endgültiges Aus für 30 Unimarkt-Filialen: Was das für die Mitarbeiter bedeutet

Das gelbe "Unimarkt"-Logo ist an einem Gebäude mit der Aufschrift "Junges Gemüse" und "Gesund knackig" angebracht.
Rewe und Spar erhielten zwar die Genehmigung zur Übernahme von Filialen. Für 30 der 90 Standorte wurde jedoch kein Nachfolger gefunden.

Einen Tag nachdem die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) die Übernahme von 23 ehemaligen Unimarkt-Filialen durch Spar genehmigte, hat am Freitag auch Rewe die Genehmigung für 20 Filialen erhalten. Für rund 30 der insgesamt 90 Filialen wurden jedoch keine Nachfolger gefunden, sie werden in den kommenden Monaten geschlossen, teilte Unimarkt in einer Aussendung mit. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde ein Sozialplan eingerichtet.

In Summe hat der Lebensmittelhändler mit Sitz in Traun (Bezirk Linz-Land) derzeit 49 Nachfolger fixiert, nachdem er im September 2025 angekündigt hat, sich vom Markt zurückzuziehen. 23 Filialen wird Spar weiterführen und 20 die Rewe-Gruppe, für sechs seien andere "tragfähige Perspektiven erarbeitet" worden, hieß es von Unimarkt. Details befänden sich in Ausarbeitung.

Großteil der Filialübergaben im ersten Quartal

Die Hälfte der künftigen Rewe-Filialen sowie 17 von Spar erhielten Auflagen von der BWB. Jene Standorte verpflichten sich demnach unter anderem, langfristig von selbstständigen Kaufleuten betrieben zu werden. Ein Großteil der Übergaben soll im ersten Quartal erfolgen.

Bei den Übernahme-Prüfungen habe sich die BWB "die Auswirkungen auf Konsumentinnen und Konsumenten einerseits sowie auf regionale Lieferantinnen und Lieferanten andererseits angesehen und die Einzugsgebiete analysiert". Dabei ging es unter anderem um die Erreichbarkeit von Alternativen und das Verhalten der Kunden inklusive Pendler. Für jeden der Standorte wurde eine eigene Beurteilung abgegeben. Der Bundeskartellanwalt sei in die Verhandlung der Auflagen eingebunden gewesen und habe die Anmeldung ebenfalls freigegeben, so die BWB.

Von den fortgeführten Filialen befinden sich 21 in Oberösterreich, 16 in der Steiermark, 9 in Niederösterreich, 2 in Salzburg und eine im Burgenland.

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