Unimarkt-Sperre: In Kematen organisieren Freiwillige Einkaufsfahrten
Freiwillge: Bürgermeisterin J. Günther (r.) und ihr Vize M. Nagelhofer (l.) sowie E. Reitbauer (2.vl.), GR H. Grissenberger und B. Wagner (v. l.).
Hart getroffen wurde die innerörtliche Nahversorgung in Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) durch das Aus der Handelskette Unimarkt. Weil vor allem alte oder auch gebrechliche Ortsbewohner nach der Schließung des Markts Probleme haben, die Supermärkte außerhalb zu erreichen, wurde nun über die Gemeinde mithilfe von Freiwilligen ein Fahrtendienst eingerichtet.
"Weil es zuerst hieß, der Markt schließt im März, aber dann doch vergangene Woche Schluss war, mussten wir schnell eine Lösung suchen“, sagt Bürgermeisterin Juliana Günther (ÖVP). Vergangenen Samstag schloss der Unimarkt für immer und damit gibt es im Ort keine Möglichkeit, Lebensmittel einzukaufen. "Jetzt geht es uns um Hilfe für ältere Bewohner, die keine eigene Fahrgelegenheit und auch keine Verwandten haben, die für sie einkaufen fahren“, so Günther.
Einkaufsfahrten
Freiwillige stehen zur Verfügung, um mit Betroffenen Einkaufsfahrten zu den über einen Kilometer entfernten Läden im Gewerbegebiet Kematen zu unternehmen. "Wir fahren aber nur Geschäfte im eigenen Gemeindegebiet an“, sagt die Bürgermeisterin.
Die Anmeldung erfolgt über die Gemeinde unter der Telefonnummer 07448/2312. Die Fahrten finden montags und donnerstags ab 9 Uhr am Vormittag statt und werden ehrenamtlich von der Bürgermeisterin selbst, der Gemeinderätin Heidi Grissenberger sowie von Eveline Reitbauer und Birgit Wagner durchgeführt, wird auf der Gemeindehomepage berichtet.
Information
"Wir müssen jetzt noch schriftliche Informationen zu den Betroffenen bringen, denn die meisten älteren Menschen finden sich im Internet nicht zurecht, sagt Günther.
Die Aussichten, dass die gesperrte Unimarkt-Filiale rasch von Nachfolgern übernommen wird, seien derzeit schlecht, fürchtet die Bürgermeisterin. Vorerst müsse es Verhandlungen mit dem Eigentümer des Grundes geben, auf dem das Geschäft steht.
An einer Übernahme Interessierte habe bereits gegeben, „aber auch wir als Gemeinde haben da momentan keine Handlungsmöglichkeit“, so Günther.
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