© REUTERS/Valentyn Ogirenko

Wirtschaft
05/08/2020

Uber fuhr in der Corona-Krise Milliardenverlust ein

Der Verlust nahm im Jahresvergleich um 190 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar zu.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber ist wegen der Coronakrise tief in die roten Zahlen geraten. Im ersten Quartal nahm der Verlust im Jahresvergleich um 190 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar (2,7 Mrd. Euro) zu, wie der Taxikonkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. "Unser FahrdienstgeschÀft wurde von der Pandemie hart getroffen", erklÀrte Uber-Chef Dara Khosrowshahi.

Uber Eats bringt UmsÀtze

Dennoch gelang es dem Unternehmen, die Erlöse um 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu steigern. Das lag vor allem am starken Wachstum des Essensbringdienstes Uber Eats, der sich in Zeiten des Zuhausebleibens hoher Beliebtheit erfreut. Allerdings machte sich die Ausbreitung des Virus auch erst zum Quartalsende richtig bemerkbar, so dass Uber die grĂ¶ĂŸten Belastungen noch bevorstehen dĂŒrften.

Sparkurs

Dass die Coronakrise ein Milliarden-Loch in die Bilanz reißen wĂŒrde, war bereits klar gewesen - Uber hatte schon Mitte April Abschreibungen von bis zu 2,2 Milliarden Dollar angekĂŒndigt. Das Unternehmen stemmt sich mit Sparmaßnahmen gegen den drastischen Einbruch des GeschĂ€fts. Rund 3.700 Vollzeitjobs sollen gestrichen werden. Damit wĂ€ren etwa 14 Prozent der 26.900 Mitarbeiter betroffen.

Achterbahn

Bei Anlegern kam der Quartalsbericht gut an, die Aktie legte nachbörslich zeitweise krĂ€ftig zu. Zwar fiel der Verlust höher aus als erwartet, dafĂŒr lag Uber beim Umsatz deutlich ĂŒber den Prognosen. An der Börse befand sich der Konzern zuletzt auf Achterbahnfahrt - im vergangenen Monat ist die Aktie um 14 Prozent gestiegen, auf Dreimonatssicht liegt sie jedoch mit knapp 17 Prozent im Minus.

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