Wirtschaft
05.07.2018

Trump erinnert Opec an US-Schutz: "Benzinpreise jetzt reduzieren"

US-Präsident machen im Wahlkampf die Benzinpreise zu schaffen. Die Opec treibe die "Preise in die Höhe", sagt er.

US-Präsident Donald Trump macht die Organisation Erdöl exportierender Länder ( OPEC) erneut für steigende Benzinpreise verantwortlich. "Das OPEC-Monopol muss sich daran erinnern, dass die Benzinpreise steigen und es wenig tut, um zu helfen", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

"Wenn überhaupt, dann treiben sie die Preise in die Höhe, während die Vereinigten Staaten viele der Mitglieder für sehr wenig Geld verteidigen." Das sei keine Einbahnstraße. "Jetzt die Preise reduzieren", forderte Trump.

Steigende Benzinpreise könnten dem Republikaner vor den Kongresswahlen im November Kopfzerbrechen bereiten. Er will mit seinen Steuersenkungen und der Rücknahme von Regulierungen die US-Wirtschaft ankurbeln. Höhere Ölpreise könnten den Aufschwung aber dämpfen, da sie Haushalte und Unternehmen viel Geld kosten.

Trump hatte deshalb das Kartell in diesem Jahr wegen der Ölpreise bereits mehrfach an den Pranger gestellt. "Ölpreise sind zu hoch, die OPEC ist wieder dabei", schrieb er beispielsweise im Juni. "Nicht gut!" Saudi-Arabien als führendes OPEC-Mitglied ist nach Angaben des Präsidialamts bei Bedarf zur Ausweitung seiner Ölförderung bereit.