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In Benko-Stiftung: Vermögen von 16 Millionen Euro entdeckt

Bericht: Goldbarren im Wert von 14 Mio. Euro plus Bargeld - Tresor in Liechtenstein unter notarieller Aufsicht geöffnet.
FILE PHOTO: Austrian former property tycoon Rene Benko arrives in the courtroom as a second insolvency fraud trial starts in Innsbruck

Anmerkung: Die APA hat ihre Angaben nachträglich korrigiert und um ein Statement des Anwalts der Ingbe-Stiftung ergänzt - der Artikel wurde am 4.5. um 11:30 aktualisiert.

Zwei Schließfächer in Liechtenstein, die der Ingbe-Stiftung gehören, wurden unter notarieller Aufsicht geöffnet. Darin waren 16 Mio. Euro, schreibt die Kronen Zeitung. Davon entfallen 14 Millionen auf Goldbarren, der Rest auf Dollar und Franken in bar. Die Öffnung des Tresors erfolgte nach gemeinsamem Antrag der Ingbe-Stiftung, die diesen Schritt initiiert habe, und Benko-Insolvenzverwalter Andreas Grabenweger, betont der Anwalt der Ingbe-Stiftung gegenüber der APA.

Es seien "die Schließfächer der Bank selbstverständlich bekannt" und die exakten Bargeld- und Goldbestände und deren Aufbewahrungsort im "Safe" in den offiziellen Jahresabschlüssen der Stiftung aufgeführt gewesen. Im Rahmen der Erstellung des gemeinsamen Antrags zur Tresoröffnung seien die Rechtsvertreter von Grabenweger über das Gold informiert worden, so der Ingbe-Anwalt.

Der Inhalt der beiden Schließfacher

"Im Beisein eines öffentlichen Notars, sowie Vertretern des Insolvenzverwalters und der Gegenparteien, Mitgliedern des Stiftungsrates sowie vertretern der betreffenden Bank wurden am 21. April 2026 die beiden Schließfächer geöffnet un der Inhalt mittels noarieller Urkunde inventarisiert", schrebit Insolvenzverwalter Andreas Grabenweger in seinem Zwischenbericht 11.1. " In einem der beiden Schließfächer befanden sich 1.058 Goldbarren zu jeweils 50 Gramm und 520 Stück Goldbarren zu jeweils 100 Gramm sowie 1.000 Goldbarren zu jeweils 10 Gramm." Im anderen Schließfach befanden sich laut Grabenweger Bargeld in Höhe von 1,0 Millionen US-Dollar und 1,0 Million Schweizer Franken sowie 100 Stück Goldbarren zu jeweils 100 Gramm.

Benkos Familienmitglieder als Begünstigte

Die Ingbe-Stiftung hat zwar ihr Geld von Signa-Gründer und Pleitier René Benko erhalten, Begünstigte sind aber Familienmitglieder Benkos, vor allem seine Mutter Ingeborg Benko, nach der die Stiftung auch benannt ist. Daher ist ungewiss, ob das Geld letztlich der Insolvenzmasse von René Benko zugute kommen wird.

Die Öffnung erfolgte vorerst provisorisch, ein Gericht in Liechtenstein muss erst entscheiden, wem dieses Geld - und schon früher eingefrorenes Vermögen der Ingbe-Stiftung - zusteht. Laut "Krone" wird "in den nächsten Wochen" mit einer Entscheidung gerechnet. Benkos Anwalt argumentiert, das Geld gehöre nicht Benko, da er nicht Begünstigter sei.

Unter Berufung auf "vertrauliche Unterlagen aus dem Inneren des Pleitekonzerns" Signa schreibt die "Krone", zwischen Herbst 2017 und Sommer 2023 seien rund 100 Millionen Euro von den Signa-Aktiengesellschaften Prime und Development in die Ingbe-Stiftung geflossen. Zum Teil seien Dividenden ausgeschüttet, zum Teil Aktien gekauft worden.

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