100 Millionen Euro für heimischen Tourismus

Europäische Investitionsbank sowie Hotel- und Tourismusbank stellen jeweils 50 Millionen Euro für Finanzierungen bereit.
PK EUROPÄISCHE INVESTITIONSBANK (EIB), ÖSTERREICHISCHE HOTEL- UND TOURISMUSBANK (OEHT) "100-MILLIONEN-EURO-FINANZIERUNGSPROGRAMM FÜR DEN TOURISMUS": NEHAMMER

Seit genau 30 Jahren wickelt die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (OeHT) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Tourismusförderung des Bundes ab. Die OeHT – mehrheitlich im Besitz der Kontrollbank (OeKB) – stellt nun gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) je 50 Millionen Euro an Förderungen für heimische Tourismusbetriebe zur Verfügung. 30 Prozent der EIB-Mittel müssen in nachhaltige Investitionen fließen.

Karl Nehammer, EIB-Vizepräsident und früherer ÖVP-Bundeskanzler, sagte anlässlich der Unterzeichnung des jüngsten Förderprogramms in Wien gestern, Donnerstag, dass die Mittel am Markt breit gestreut würden, also nicht nur großen Unternehmen, sondern auch KMU zur Verfügung stünden. Die Mittel würden viele Folgeinvestitionen auslösen und so den Standort stärken. 

Laut OeHT-Geschäftsführer Matthias Matzer wurden im Vorjahr 112 Kredite mit knapp 200 Mio. Euro Volumen bewilligt. Sie hätten 370 Mio. Euro an Investitionsvolumen ausgelöst. Die Zinsen seien nur halb so hoch wie bei marktüblichen Darlehen. Für Matzer ist das „Riesenthema“ in den nächsten Jahren die Betriebsübergaben, die in vielen Fällen ungeklärt seien, auch wegen offener Fragen der Finanzierung.

Für Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner ist ein weiterer Aspekt der permanente Zwang zum Investieren. „Im Tourismus altert die Qualität sichtbar. Wir haben eine Gästeschicht mit steigender Erwartung. Wer nicht investiert, verliert an Nachfrage.“

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